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Neckarbrücke in FReiberg

Sanierungstrupp rückt wieder an

Der direkte Weg von Freiberg nach Pleidelsheim ist zwei Wochen lang komplett gesperrt. Grund ist die erneute Sanierung der Brücke über den Neckar. Das Land investiert rund 170 000 Euro.

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Runter vom Gas: Die teilweise großen Löcher im Fahrbahnbelag der Neckarbrücke haben dazu geführt, dass die Geschwindigkeit auf maximal 30 Stundenkilometer begrenzt wurde. Die anstehende Sanierung kostet rund 170 000 Euro. Foto: Oliver Bürkle

Freiberg/Pleidelsheim. Die Schilder für die Sanierung stehen bereits seit einigen Tagen. „Auf allen Kanälen wird auf die geplante Sperrung aufmerksam gemacht“, erklärt auch Pleidelsheims Bürgermeister Ralf Trettner auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch im Internet, beispielsweise auf der Homepage der Gemeinde, werde explizit darauf hingewiesen, dass es von Freitag, 23. März, 20 Uhr an bis Freitag, 7. April, bis 20 Uhr kein Durchkommen auf der Landesstraße 1129 und der Neckarbrücke gibt. Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten in den Osterferien gemacht.

Trettner rechnet nicht damit, dass durch die Sperrung mehr Verkehr auf seine Kommune zukommt. „Von Freiberg aus erreichen uns auch weniger Autofahrer.“ Er befürchtet aber, dass es an den ersten Tagen der Sperrung – wie in der Vergangenheit auch – zu Wendemanövern vor der Brücke kommen wird, weil so mancher Autofahrer doch damit rechne, irgendwie noch über das marode Bauwerk zu kommen. Ein Irrtum. Auf der Baustellen-Seite im Internet ( www.baustellen-bw.de) ist deutlich zu sehen, dass während der kompletten Sperrung kein Durchkommen ist. Selbst für Busse gibt es keine Ausnahme. Wegen der Sperrung kommt es auch zu Fahrplanänderungen im öffentlichen Personennahverkehr. Busnutzer müssen sich auf Verspätungen einrichten.

Verkehrsteilnehmer sollen stattdessen die Umleitungsstrecken über Ingersheim, Pleidelsheim und den Kreisverkehr Monrepos nutzen. Während der Sanierung werde das Durchfahrtsverbot für Lastwagen in diesen Kommunen aufgehoben.

Auf der Neckarbrücke muss erneut der Fahrbahnbelag saniert werden, „um die Verkehrssicherheit“ des Bauwerks weiterhin aufrechterhalten zu können. Es sei vorgesehen, die Abdichtung und den Belag auf der Neckarbrücke komplett zu erneuern, da es in der Vergangenheit immer wieder zu unkontrollierten Belagsausbrüchen gekommen sei, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde Pleidelsheim.

Das Land Baden-Württemberg gibt für die Belagsarbeiten an der Neckarbrücke rund 170 000 Euro aus. Die geplanten Arbeiten lösen nur die akuten Probleme, eine Komplettlösung für die Brücke steht noch aus. Eine Generalsanierung oder gar einen Ersatzneubau für das teilweise 150 Jahre alte Bauwerk wird es erst dann geben, wenn die neue Ortsumfahrung Benningen abgeschlossen ist, da die alte Brücke dort den Verkehr nicht aufnehmen könne, hatte ein Sprecher des Regierungspräsidiums bereits 2016 angedeutet.

Für Radfahrer und Fußgänger bleibt die Brückensperrung ohne Folgen. Der Geh- und Radweg, der parallel zur Straßenbrücke über den Neckar führt, ist von der Sanierung nicht betroffen.

Internet: www.baustellen-bw.de