Kreis Ludwigsburg. Nach dem Start in das neue Schuljahr 2026/2027 haben am vergangenen Montag die polizeilichen Maßnahmen zur Überwachung der Schulwege begonnen. Mehr als 50 Kontrollaktionen wurden seitdem gemacht, davon rund 20 in Landkreis Böblingen und über 30 im Landkreis Ludwigsburg. Vorrangiges Ziel der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen war es, durch Präsenz und zahlreiche Gespräche die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler auf dem täglichen Schulweg zu erhöhen, nachdem im vergangenen Jahr wieder mehr Schulwegunfälle zu verzeichnen waren, so die Polizei in ihrer Mitteilung.
Viele Gespräche statt vieler Anzeigen
Die Kontrollen seien überwiegend ohne nennenswerte Beanstandungen verlaufen. Die Einsatzkräfte führten viele Gespräche mit Schülerinnen, Schülern und Eltern, beantworteten Fragen, überprüften Fahrräder und E-Scooter auf ihre Verkehrssicherheit oder gaben Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr. In einigen Fällen mussten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten dennoch einschreiten, um auf Verstöße gegen die Verkehrsregeln zu reagieren und auch Verwarnungsgelder auszusprechen. Während sich die Schulkinder meist richtig verhielten, waren es primär Erwachsene, die durch ihr Verhalten negativ auffielen, so die Polizei. So wurden beispielsweise in mehreren Fällen Kinder ohne ausreichende Sicherung im Fahrzeug befördert oder von ihren Eltern verbotswidrig mit E‑Scootern zur Schule gefahren. Zudem sorgte erhöhtes Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“ immer wieder für Probleme und gefährliche Situationen. Mehrfach musste insbesondere Parken und Halten auf Geh- und Radwegen unterbunden werden, um Kinder und Jugendliche nicht zu gefährden.
Verstöße mit E-Scootern festgestellt
Im Zusammenhang mit den E-Scootern mussten die Kontrollkräfte ebenfalls gelegentlich eingreifen. Die Bandbreite reichte hier vom nicht beachteten Mindestalter über Fahren zu zweit oder fehlenden Versicherungsschutz bis hin zur Nutzung nicht zugelassener Fahrzeuge. (red)



