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Besigheim

SPD lehnt Anlage zum Klärschlamm in Gemmrigheim ab

Die geplante Klärschlammverwertungsanlage ist in dieser Visualisierung neben dem bestehenden Kohlekraftwerk zu erkennen. Fotomontage: EnBW
Die geplante Klärschlammverwertungsanlage ist in dieser Visualisierung neben dem bestehenden Kohlekraftwerk zu erkennen. Fotomontage: EnBW

Die Sozialdemokraten aus Besigheim, Gemmrigheim und Walheim haben nach mehrfacher, ausführlicher Diskussion ein klares Nein zur Klärschlammverbrennungsanlage in Walheim beschlossen.

Schon heute sei der Neckarabschnitt zwischen Besigheim, Gemmrigheim und Walheim massiv belastet, teilt die SPD mit. Das Atomkraftwerk mit dem Atommülllager, das Stromkraftwerk in Walheim, die B27 und die A81 seien Belastungen, die sich auf die Lebensqualität der Menschen in den Kommunen negativ auswirkten. Mehr Belastung für die Menschen müsse „unbedingt verhindert werden“.

60 bis 80 Lastwagen sollen pro Tag den Schlamm nach Walheim bringen. Im Jahr rechne man mit 180000 Tonnen Klärschlamm, das heiße eine Verbrennung an 24 Stunden, also rund um die Uhr an 365 Tagen und eine Anlieferung von 6 bis 22 Uhr, so die SPD weiter. Aus der Anlage liefen zehn Tonnen Abwasser pro Stunde.

„Die SPD-Mitglieder lehnen eine Planung zum Standort Walheim grundsätzlich ab. Massiver Widerstand ist jetzt nötig, um die weitere Zerstörung der Landschaft zu verhindern“, führte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bruno Kneisler aus. (red)