Besigheim. Ab Donnerstag, 30. Juli, saniert das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) die L 1115 zwischen Besigheim und Ottmarsheim. Dazu muss der betroffene Streckenabschnitt zwischen der Kreuzung Ottmarsheimer Straße/Beim Wurmberg und Ottmarsheimer Straße/Römerweg bereits ab Mittwochabend, 29. Juli, 18 Uhr, voll gesperrt werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Mitte August abgeschlossen werden. Die Arbeiten sind witterungsabhängig, betont das RPS in einer Mitteilung.
Zustand der Straße erfordert Sanierung
Der Zustand der Straße erfordere eine Fahrbahndeckensanierung, schreibt das Regierungspräsidium. Ziel der Maßnahme sei es, die Sicherheit und Befahrbarkeit zu verbessern. Dazu werde die gesamte Fahrbahn auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern saniert und die Schutzplanken erneuert.

„Fahrbahndeckenerneuerungen in bewohnten Gebieten hängen von verschiedenen Rahmenbedingungen ab. Sie werden daher in der Regel mit zeitlichem Vorlauf, je nach Komplexität und Abstimmungsaufwand, mit Betroffenen wie der unteren Verkehrsbehörde, Kommunen und ÖPNV-Anbietern abgestimmt, ausgeschrieben und an eine Baufirma vergeben“, schreibt das RPS. Mit diesen Abstimmungen solle vor Vergabe der Bauleistung sichergestellt werden, Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten und Auswirkungen auf weitere Betroffene möglichst zu minimieren.
Arbeiten in den Sommerferien
Ergebnis dieser Vorabstimmungen sei hier, diese Arbeiten in den Sommerferien vorzunehmen. Im Zuge der Abstimmung über die aus Sicherheitsgründen erforderliche Sperrung der Wehr- und Kanalbrücke (Neckarbrücke) in Besigheim, seien diese Baumaßnahme erneut besprochen worden, da sie weitere Einschränkungen bedeuten würde, so das Regierungspräsidium. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte sei entschieden worden, die Maßnahme vorzunehmen.
Untersuchungen an der gesperrten Neckarbrücke
An der gesperrten Neckarbrücke in Besigheim laufen aktuell weitergehende Untersuchungen, um Ausmaß und Ursache der festgestellten Schäden abschließend zu bewerten und daraus die erforderlichen nächsten Schritte abzuleiten, heißt es vom RPS. Erst auf Grundlage dieser Ergebnisse lasse sich seriös beurteilen, ob und in welchem Umfang kurzfristige Maßnahmen zur Entlastung der Verkehrssituation möglich seien. Ziel aller Beteiligten sei es, so das RPS, den Pkw-Verkehr wieder zu ermöglichen, wenn es die Verkehrssicherheit zulasse.
„Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst und werden mögliche Handlungsoptionen gemeinsam mit dem Landratsamt Ludwigsburg und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Neckar zügig nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse prüfen. Auch werden wir weiterhin in sehr engem Austausch und in Abstimmung mit dem beteiligten Landratsamt sowie dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt stehen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Auch mit den Kommunen und den Mandatsträgern stehen wir weiterhin im Austausch. Hierzu soll Anfang August ein erster runder Tisch unter Leitung des Regierungspräsidiums stattfinden; ein weiterer runder Tisch soll nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse stattfinden“, schreibt das RPS
Die Umleitung
Die Umleitung verläuft analog zur Umleitung der Brückensperrung, also über Kirchheim, Gemmrigheim und Ottmarsheim. In Gegenrichtung erfolgt die Umleitung entsprechend umgekehrt. Das Land Baden-Württemberg investiert mit der Maßnahme rund eine Million Euro in den Erhalt der Infrastruktur. (red)




