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Baggerbiss

Startschuss für die neue Schule

Mit einem symbolischen Baggerbiss hat der Freiberger Bürgermeister Dirk Schaible gestern den Startschuss für den Neubau der Oscar-Paret-Schule (OPS) gegeben. Bei einem Volumen von rund 80 Millionen Euro inklusive Stadthalle, Parkdeck und Außenanlagen handelt es sich um die größte Bauinvestition in der Geschichte der Stadt.

Die Bagger haben schon ganze Arbeit geleistet. Die ausgebuddelte Fläche macht die Dimension der neuen Oscar-Paret-Schule in Freiberg deutlich. Foto: Werner Kuhnle
Die Bagger haben schon ganze Arbeit geleistet. Die ausgebuddelte Fläche macht die Dimension der neuen Oscar-Paret-Schule in Freiberg deutlich. Foto: Werner Kuhnle
Die Vokalklasse der OPS singt zum Baggerbiss ein Ständchen. Foto: Holm Wolschendorf
Die Vokalklasse der OPS singt zum Baggerbiss ein Ständchen. Foto: Holm Wolschendorf

Freiberg. „Es ist schon etwas Besonderes, nach einem knappen Jahrzehnt der Planung auf dieser Baustelle zu sein“, sagte Bürgermeister Dirk Schaible vor Stadträten, Vertretern der Schule, Eltern und weiteren Interessierten. Er erinnerte an den Baubeschluss, den der Gemeinderat am 5. Juli 2018 gefasst hat und lobte die „mutige Entscheidung“ des Gremiums. Sie sei nicht einstimmig, aber mit großer Mehrheit erfolgt. Das sei angesichts der Größe des Projekts wichtig. „Aus einer Ängstlichkeit heraus gab es noch nie Entwicklung“, sagte der Schultes. Der Neubau der OPS gebe einen wichtigen Impuls für die weitere Planung des Stadtzentrums. Ein wichtiges Kennzeichen der neuen Schule sind die verschiedenen Lernhäuser, die sich nach Jahrgängen und nicht nach der Schulart richten. „Das trägt dazu bei, dass die Kinder gut integriert werden können“, so Schaible.

Der Freiberger Schultes hob hervor, dass die Arbeiten für die Schule schon vor geraumer Zeit begonnen haben. Inzwischen seien das alte Parkdeck abgerissen und zahlreiche Versorgungsleitungen verlegt worden. Dass diese Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen sind, hat für Autofahrer und Einzelhändler im Zentrum einen Vorteil: Die Württemberger Straße ist seit gestern wieder befahrbar.

Nach Auskunft des Verwaltungschefs werden die Erdarbeiten jetzt vorwiegend nahe der Mühlstraße stattfinden. Dort entsteht ein Regenrückhaltebecken. Der Erdwall im rückwärtigen Bereich der neuen Schule soll bepflanzt werden. „Wir werden alle Bäume, die im Frühjahr gefällt wurden, durch alte Obstsorten ersetzen“, versicherte Schaible.

60 bis 70 Arbeiter werden fortan täglich auf der Baustelle sein. Um sich vom Fortschritt der Arbeiten überzeugen zu können, wird ein Aussichtspodest errichtet. Außerdem wird eine Webcam alle Bilder von der Baustelle aufnehmen, die alle zwei Minuten aktualisiert werden und auf den Internsetseiten von Verwaltung www.freiberg-an.de und Schule www.ops-freiberg.de betrachtet werden können. Am 19. Juli wird zum Auftakt des Freiberger Bürgerfests eine Grundsteinlegung für die neue Schule erfolgen. Laut Bürgermeister Schaible wird dabei eine Kapsel eingemauert, in der neben guten Wünschen auch Glücksbringer enthalten sein werden.

„Die OPS ist erleichtert und dankbar“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Diana Hoffmann, die für den erkrankten Schulleiter René Coels einsprang. Erleichtert, weil Stadt und Gemeinderat die schwierige Entscheidung, die Schule zu bauen, getroffen hätten. „Wir sind außerdem dankbar, dass wir eine moderne Schule bekommen, die eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg einnehmen wird“, sagte sie. Die neue OPS stelle mit den Lernhäusern, der Digitalisierung und auch als Ganztagsschule ein Fundament für die Bildung in Freiberg dar.

„Das alte Schulhaus hat seine besten Zeiten hinter sich“, fand Schulsprecherin Charlotte Roßkopf. Umso mehr freue sie sich „für die nächsten Generationen, die hier in den Lernhäusern ein- und ausgehen werden“. Sie finde es toll, dass die Schule mit diesem Konzept zusammenrückt. Roßkopf zeigte sich außerdem dankbar darüber, dass die Schüler in den Planungsprozess für das neue Schulgebäude einbezogen wurden.

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