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Friedhof bleibt geschlossen
Sturmschäden in Vaihingen: Stadt zieht Bilanz

Auch in Vaihingen sind zahlreiche Bäume umgeknickt.
Auch in Vaihingen sind zahlreiche Bäume umgeknickt. Foto: Andreas Richter/dpa (Symbolbild)
Die Beseitigung der massiven Sturmschäden wird in Vaihingen noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadtverwaltung bittet alle Betroffenen um Verständnis.

Vaihingen. Der Stadtfriedhof muss nach dem Sturm am Donnerstag, 16. Juli, noch einige Tage gesperrt bleiben, deshalb mussten auch Beerdigungen verschoben werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Manche Äste sind durch den Sturm angeknackst, nun könnte ein kleiner Windstoß genügen und sie würden brechen. Um die Wege wieder verkehrssicher zu machen, sind Spezialfirmen im Einsatz – mit Hebebühnen und Hubsteigern. Manches Gerät ist aber erst in einigen Tagen verfügbar, etwa um Äste in 37 Metern Höhe zu erreichen. Zunächst wird derzeit die Platane im Eingangsbereich weggeräumt. Für die bedrohte Silberpappel ist ein Termin für den 29. Juli vereinbart.

Friedhof noch geschlossen

Eine generelle Öffnung des Friedhofs ist deshalb schwierig. Dem für die Blumengestaltung beauftragten Unternehmen wird aber nach Absprache ermöglicht, die Gräber in Teilbereichen zu versorgen. Die Stadtverwaltung bittet alle Friedhofsbesucher um Verständnis. Einige Mitarbeiter des Bauhofs und des Grünamtes haben sogar ihren Urlaub unterbrochen, um bei der Beseitigung der Sturmschäden mitzuhelfen. Die Stadtverwaltung ist bemüht, Teilbereiche schnellstmöglich zu öffnen.

Städtische Haftpflichtversicherung zahlt nicht

Sturmböen bis zu 105 Stundenkilometer haben zahlreiche Bäume im Stadtgebiet beschädigt. Das ist höhere Gewalt. Die städtische Haftpflichtversicherung greift nicht, sollte ein Geäst beispielsweise einen Pkw beschädigt haben. Die Betroffenen werden gebeten, sich an ihre Versicherung zu wenden. Die Straße Im Mühlkanal musste kurzzeitig gesperrt werden, soll aber am Donnerstag wieder befahrbar sein.

Auch Gebäude der Stadt beschädigt

Auch zahlreiche städtische Gebäude sind in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest:

  • Halle im See Kleinglattbach: Hier hat sich Wasser nach oben gedrückt und für Verschmutzungen gesorgt.
  • Mehrzweckhalle Roßwag: Beschädigung der Blitzschutzanlage auf dem Dach.
  • Hauffstraße: Hagelschäden an den Kühlrippen der Außeneinheiten der Wärmepumpe.
  • Technisches Rathaus: Attikaabdeckung teilweise abgerissen.
  • Stadtbücherei: Dachziegel abgedeckt.
  • Gartenschaugelände: Mehrere kleinere Dachschäden sowie teilweise beschädigte beziehungsweise zerbrochene Fensterscheiben.
  • Kaltensteinhalle: Beschädigung der Blitzschutzanlage.
  • Kleinglattbach: Kiga Balzhalde abgerissene Äste entfernen, Feuchtigkeit bei Turnraum und Spielzimmer.
  • Feuerwehr Kleinglattbach: vier Rollläden zerstört.
  • Darüber hinaus wurden abgedeckte Dachziegel an zahlreichen städtischen Gebäuden festgestellt. Das Gebäudewirtschaftsamt erfasst und bewertet derzeit alle Schäden hinsichtlich des erforderlichen Instandsetzungsaufwands.
  • Das Planschbecken im Enztalbad bleibt voraussichtlich bis Ende der Woche noch gesperrt. Die übrigen Bereiche des Freibades waren aber schon am Wochenende wieder nutzbar. (red)