Benningen. Die Arbeiten werden am Montag, 4. August, vorgenommen. Das zuständige Landratsamt Ludwigsburg spricht dabei von „baulichen Anpassungen zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes an der Landesstraße 1100 im Bereich der Einmündung Benninger Straße“.
Die Unfallkommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde und der Polizei besteht, hat die Sperrung der vorhandenen Einfädelspuren in Fahrtrichtung Marbach sowie des Einfädelstreifens vor dem Abzweig in Fahrtrichtung Murr beschlossen.

Fahrspurwechsel werden damit vermieden. Denn es hat sich gezeigt, dass die Einfädelvorgänge auf den kurzen Abschnitten der Zweispurigkeit in der Vergangenheit zu Unfällen führten. Damit diese Unfälle vermieden werden, werden die weiteren Fahrspuren gesperrt (siehe Grafik). Das zweispurige Einbiegen von Benningen kommend ist weiterhin möglich.
Dass es auf der L 1100 am Abzweig nach Benningen gleich in beide Richtungen eine zweite Spur gibt, die kurz darauf wieder einfädelt, hat die Unfallzahlen nach oben getrieben. „Fehler beim Spurwechsel, Missachtung des Reißverschlussverfahrens und Fehler beim Überholen sind die häufigsten Ursachen“, hieß es aus dem Polizeipräsidium Ludwigsburg, das an der Kreuzung im Jahr 2023 dort insgesamt 64 Unfälle registriert hat.
Die nun beschlossenen Sperrungen sind längerfristig und sollen nach Abschluss der Arbeiten an der Murrbrücke neu bewertet werden. Nach aktuellem Stand plant das Land voraussichtlich für Mitte 2026 den Neubau der Murrbrücke. Bei dieser Baumaßnahme sollen auch die vorhandenen Einfädelstreifen verlängert werden. Da sich die Verkehrssituation damit verändert, wird sie anschließend neu bewertet, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Ludwigsburg. (red)


