1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Ludwigsburg
Logo

Einfädelspuren werden gesperrt
Unfallschwerpunkt am Abzweig nach Benningen wird entschärft

Die zweite Fahrspur auf der L1100 von Murr her kommend in Richtung Marbach auf Höhe Benningen wurde nach einigen Unfällen wieder gesperrt.
Die zweite Fahrspur auf der L1100 von Murr her kommend in Richtung Marbach auf Höhe Benningen wurde nach einigen Unfällen wieder gesperrt. Foto: Holm Wolschendorf
Seit einem Jahr ist der Abzweig von der Landesstraße 1100 nach Benningen als Unfallschwerpunkt eingestuft. Nun werden die Einfädelspuren gesperrt.

Benningen. Die Arbeiten werden am Montag, 4. August, vorgenommen. Das zuständige Landratsamt Ludwigsburg spricht dabei von „baulichen Anpassungen zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes an der Landesstraße 1100 im Bereich der Einmündung Benninger Straße“.

Die Unfallkommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde und der Polizei besteht, hat die Sperrung der vorhandenen Einfädelspuren in Fahrtrichtung Marbach sowie des Einfädelstreifens vor dem Abzweig in Fahrtrichtung Murr beschlossen.

Die rot schraffierten Einfädelspuren werden bis auf weiteres gesperrt. Das zweispurige Einbiegen von Benningen kommend auf die L 1100 Richtung Murr ist aber weiterhin möglich.
Die rot schraffierten Einfädelspuren werden bis auf weiteres gesperrt. Das zweispurige Einbiegen von Benningen kommend auf die L 1100 Richtung Murr ist aber weiterhin möglich. Foto: Landratsamt Ludwigsburg

Fahrspurwechsel werden damit vermieden. Denn es hat sich gezeigt, dass die Einfädelvorgänge auf den kurzen Abschnitten der Zweispurigkeit in der Vergangenheit zu Unfällen führten. Damit diese Unfälle vermieden werden, werden die weiteren Fahrspuren gesperrt (siehe Grafik). Das zweispurige Einbiegen von Benningen kommend ist weiterhin möglich.

Dass es auf der L 1100 am Abzweig nach Benningen gleich in beide Richtungen eine zweite Spur gibt, die kurz darauf wieder einfädelt, hat die Unfallzahlen nach oben getrieben. „Fehler beim Spurwechsel, Missachtung des Reißverschlussverfahrens und Fehler beim Überholen sind die häufigsten Ursachen“, hieß es aus dem Polizeipräsidium Ludwigsburg, das an der Kreuzung im Jahr 2023 dort insgesamt 64 Unfälle registriert hat.

Die nun beschlossenen Sperrungen sind längerfristig und sollen nach Abschluss der Arbeiten an der Murrbrücke neu bewertet werden. Nach aktuellem Stand plant das Land voraussichtlich für Mitte 2026 den Neubau der Murrbrücke. Bei dieser Baumaßnahme sollen auch die vorhandenen Einfädelstreifen verlängert werden. Da sich die Verkehrssituation damit verändert, wird sie anschließend neu bewertet, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Ludwigsburg. (red)