Oberriexingen. Die Sorge vor Extremwetter treibt auch die Menschen in Oberriexingen um. Unter dem Titel „Was kann Oberriexingen tun, wenn das Wasser kommt?“ lud die SPD im Raum Vaihingen zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Alte Kelter ein. Rund 40 Interessierte kamen, um sich über Konzepte und Vorsorgemaßnahmen zu informieren.
Drei Blickwinkel auf ein drängendes Thema
Bürgermeister Ron Keller stellte das seit 2021 bestehende Hochwasserschutzkonzept der Stadt vor. Dieses habe sich bewährt und werde auch bei der Planung in der Steingrube berücksichtigt – etwa mit dem Rückhalteprojekt „Bachwiesen“. Gabi Rolland, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, erläuterte die Unterstützungsmaßnahmen des Landes, insbesondere beim technischen Hochwasserschutz. Feuerwehrkommandant Tobias Grieble gab praktische Hinweise aus Sicht der Einsatzkräfte – vom Freihalten der Gullis bis zur richtigen Ausrichtung der Deckel am Hang.
Engagierte Diskussion
Auch nach dem Bürgerentscheid im Februar bleibt das Thema präsent. In der lebhaften Diskussion ging es um offene Fragen zur Steingrube, den Bruch und die Bachwiesen. Deutlich wurde auch der Wunsch nach besserer Information bei Starkregen. Doch Grieble stellte klar: „Bei solchen Ereignissen gibt es keine Frühwarnsysteme.“
„Wir wollten mit dieser Veranstaltung nicht nur informieren, sondern auch zuhören“, sagte Moderator Torsten Liebig vom SPD-Kreisverband zum Abschluss. Der Schutz vor Naturkatastrophen sei eine gemeinsame Aufgabe – von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft.



