Sachsenheim. Das Schloss-Freibad ist nicht nur ein Ort zum Schwimmen, Spielen und Entspannen. Mit seinem alten Baumbestand bietet das Gelände auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Dass sich Badebetrieb und Artenschutz gut verbinden lassen, zeigte der erstmals angebotene Fledermaus-Workshop.
Die Nachfrage war riesig: Bereits drei Stunden nach Öffnung der Anmeldung war der erste Termin ausgebucht. Im Rahmen der Fledermausausstellung des Naturparks Stromberg-Heuchelberg und in Kooperation mit dem Naturschutzbund (Nabu) Sachsenheim nahm Naturparkführerin Christine Fiedler die Teilnehmer mit in die faszinierende Welt der Fledermäuse. Besonders die heimischen Arten standen im Mittelpunkt. Anschaulich und kindgerecht wurde erklärt, wie und wo Fledermäuse leben.
Mit dem Bat-Detektor auf Suche
An verschiedenen Bastel- und Mitmachstationen konnten die Teilnehmer selbst aktiv werden. Sie erfuhren unter anderem, wie Fledermäuse ihre Beute fangen oder wie Fledermauskot aussieht. Mit einem Bat-Detektor ging es anschließend in der Dunkelheit auf die Suche – und tatsächlich konnten einige Fledermäuse aufgespürt werden.
„Auch das ist im Freibad möglich. Wenn wir auf unserem Gelände mit diesem tollen alten Baumbestand etwas zum Artenschutz beitragen können, sind wir gerne dabei“, sagt Nicole Klingler vom Trägerverein des Freibads.
Die Resonanz war laut Klingler so positiv, dass bereits andere Freibäder auf die Aktion aufmerksam geworden sind und überlegen, ein ähnliches Angebot zu machen.
Bäume brauchen täglich Wasser
Doch nicht nur die Fledermäuse benötigen derzeit besondere Aufmerksamkeit. Die anhaltende Trockenheit macht auch den Bäumen im Freibad zu schaffen. Drei Bäume müssen aktuell regelmäßig bewässert werden. Dafür kommen Bewässerungssäcke mit jeweils 75 Litern Fassungsvermögen zum Einsatz. Einer der Bäume benötigt bei der derzeitigen Witterung drei dieser Säcke pro Tag. Um die Pflanzen und Bäume kümmern sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Gießteams. Jeden Abend übernimmt eine andere Person die Bewässerung. Bei der aktuellen Trockenheit ist man damit eineinhalb Stunden beschäftigt, so der Trägerverein. (red)
