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Oldtimertreffen
Viele alte Schönheiten zum Saisonabschluss

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Über 1 200 Klassiker und Butterbrotautos kommen zum Breuningerland

Ludwigsburg. Mehr als 1 200 Oldtimer sind mit ihren Fahrern gestern auf dem Parkplatz des Breuningerlands vorgefahren, um am Saisonabschluss teilzunehmen. Rund 930 Fahrer hatten sich schon vor Wochen mit ihren automobilen Kostbarkeiten angemeldet. Mehr als 1 300 waren schließlich, dank des spätsommerlichen Wetters, gekommen. Organisator Karl-Ulrich Herrmann zeigte sich mit dem Ablauf der Veranstaltung und dem ganzen Motorsportjahr mehr als zufrieden.

Auffallend sei wieder, so Herrmann, die hohe Zahl der sogenannten Butterbrotautos, wie er die Alltagsautos aus der Zeit vor 40 Jahren nennt. Ihre meist jungen Fahrer würden einen großen Beitrag zur Automobilgeschichte leisten, sagte Herrmann. Die Erhaltung der VW-Käfer, Borgwards, Opel, Mercedes und Fords bezeichnete er als vornehme Aufgabe, die viel Pflege und Hingabe erfordere.

Oldtimer seien gar nicht so teuer, wie man gemeinhin annehme, sagte der Oldtimer-Experte. Ein einigermaßen gepflegter Wagen könne man schon für 5000 bis 15 000 Euro bekommen. Wer den Kauf eines Jaguar XK 140 anstrebe, müsse schon mehr als 100 000 Euro hinblättern.

Anders als beispielsweise bei dem Edeltreffen Retro Classics im Schlosshof, das ebenfalls von Karl-Ulrich Herrmann organisiert wird, bot der Parkplatz des Einkaufszentrums gestern ein vielfältiges Bild: Ein Automobilmuseum auf Rädern und Automobilgeschichte war live zu erleben. Echte Raritäten waren darunter, aber auch Modelle vom Fließband.

Ein Herz für Oldtimer

haben auch die Jüngeren

Fans von historischer Autos ging in jedem Fall das Herz auf. Immer mehr junge Fahrer entdecken ihre Liebe zu Oldtimern. So wie der 42-jährige Alexander Ost aus Hartheim mit seinem grellgelben Manta. Paul Schilling aus Tettnang fährt ein graues Gogomobil, Baujahr 1963.

Den Dreigang-Ford des Typs V 8 darf Bernd Bruckert aus Ludwigsburg sei eigen nennen. Seit einem Jahr ist der Oldtimer in seinem Besitz. Und er mache ihm viel Freude, sagt er. Eines der ältesten Fahrzeuge des Treffens ist der Chevrolet Superior Model B von Karl-Volker Schwarz aus Asperg. 29 PS bringt der 1923 gebaute Oldtimer auf die Achsen.

Mit den beiden Moderatoren auf der von Oldtimerfreunden dicht umlagerten Vorstellungsrampe hatte die Sternfahrt wieder absolute Experten am Mikrofon. Wilfried Steer ist ein international tätiger Oldtimer-Gutachter, Detlef Krehl ist Automobil-Journalist und Auto-Historiker. Den beiden zu lauschen war mehr als interessant. Selbst wahre Oldtimerkenner konnten da noch dazulernen.

Ein Dröhnen, Röhren, Heulen, aber auch sanftes Tuckern der Motoren war überall zu hören. Autofamilien trafen sich, tauschten Erfahrungen aus und saßen bei Kaffee und Kuchen in der Sonne. Manche trugen stilechte Kleidung, andere waren angezogen wie im Urlaub im Süden.

Der Saisonabschluss ist für Oldtimerfans aus dem ganzen Land und darüber hinaus längst zu einer Kultveranstaltung geworden und macht auf das Eröffnungstreffen auf selben Platz im April nächsten Jahres neugierig.

Am Nachmittag hatten die Geschäfte geöffnet. Zigtausende Besucher und Kunden bevölkerten das Breuningerland.