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Brände und technische Hilfeleistungen
24 Einsätze: Ludwigsburger Feuerwehr über das Hitzewochenende stark gefordert

Bei hohen Temperaturen ist die Feuerwehr im Einsatz.
Bei hohen Temperaturen ist die Feuerwehr im Einsatz. Foto: Feuerwehr Ludwigsburg
Bei hohen Temperaturen ist die Ludwigsburger Feuerwehr am vergangenen Hitzewoche mit Kleinbränden, Brandmeldeanlagen und weiteren Einsätzen beschäftigt.

Ludwigsburg. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg waren über das vergangene Hitzewochenende bei hohen Temperaturen und zahlreichen Einsatzlagen stark gefordert. Von Freitagmorgen bis Sonntagabend mussten insgesamt 24 Einsätze im gesamten Stadtgebiet sowie darüber hinaus abgearbeitet werden.

Das Einsatzspektrum reichte von Kleinbränden, ausgelösten Brandmeldeanlagen und Türöffnungen über Gefahrguteinsätze bis hin zu einer Rauchentwicklung im Residenzschloss Ludwigsburg sowie einer Personenrettung aus einem verrauchten Gebäude.

Feuerwehr begleitet Marktplatzfest

Auch beim Ludwigsburger Marktplatzfest war die Feuerwehr im Hintergrund im Einsatz. Bereits im Vorfeld fand gemeinsam mit allen beteiligten Hilfsorganisationen eine Lagebesprechung statt.

Im Anschluss wurde mit der Drehleiter eine sogenannte Umfahrung des Marktplatzes durchgeführt. Dabei überprüften die Einsatzkräfte, ob die Gebäude rund um den Veranstaltungsbereich trotz der aufgebauten Infrastruktur jederzeit mit der Drehleiter erreichbar sind.

Aufgrund der umfangreichen Straßensperrungen rund um das Veranstaltungsgelände musste zudem mit längeren An- und Abfahrtszeiten zur Feuerwache gerechnet werden. Daher wurde die Wachbesetzung in den Nachtstunden durch ehrenamtliche Einsatzkräfte verstärkt, um den Grundschutz für die Bevölkerung jederzeit sicherzustellen.

Rund um die Uhr einsatzbereitZusammenarbeit zwischen Haupt- und EhrenamtDas einsatzreiche Wochenende konnte nur durch die enge Zusammenarbeit der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte erfolgreich bewältigt werden. Trotz hoher Temperaturen, zahlreicher paralleler Einsatzlagen und zusätzlicher Herausforderungen durch Großveranstaltungen war die Feuerwehr Ludwigsburg rund um die Uhr einsatzbereit. (red)

Zahlreiche Kleinbrände und hitzebedingten Einsätze

Verteilt über das gesamte Wochenende rückte die Feuerwehr immer wieder zu Kleinbränden aus. Hierbei brannten unter anderem Mülleimer sowie Grüngut und Unrat am Straßenrand.

Die anhaltende Hitze führte außerdem mehrfach zu herabgestürzten Ästen und umgestürzten Bäumen, die von den Einsatzkräften beseitigt werden mussten.

Wegen der anhaltenden Hitze stürzen Ästen herab.
Wegen der anhaltenden Hitze stürzen Ästen herab. Foto: Feuerwehr

Darüber hinaus unterstützte die Feuerwehr Ludwigsburg mehrfach Feuerwehren im Landkreis mit dem Gerätewagen-Messtechnik. Aufgrund der hohen Temperaturen hatten Propangasbehälter über ihre Sicherheitsventile Gas abgeblasen, weshalb umfangreiche Messmaßnahmen erforderlich waren.

24 Einsätze hat die Feuerwehr Ludwigsburg am Hitzewochenende.
24 Einsätze hat die Feuerwehr Ludwigsburg am Hitzewochenende. Foto: Feuerwehr

Brandgeruch während der Schlossfestspiele

Am Freitagabend gegen 20.19 Uhr wurde die bei den Schlossfestspielen eingesetzte Brandsicherheitswache im Residenzschloss Ludwigsburg von Mitarbeitern des Schlosses auf einen deutlichen Brandgeruch aufmerksam gemacht.

Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert und das Schlosstheater vorsorglich geräumt. Bei der Erkundung konnte ein verschmortes elektronisches Bauteil als Ursache des Brandgeruchs festgestellt werden. Nachdem der betroffene Bereich kontrolliert und keine weitere Gefahr festgestellt worden war, konnte die Veranstaltung nach rund einer Stunde fortgesetzt werden.

Schmorbrand in USV-Anlage sorgt für aufwendigen Einsatz

Nur kurze Zeit später, gegen 21.28 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung im Stadtteil Hoheneck alarmiert.

Vor Ort wurde umgehend ein Löschangriff vorbereitet und ein Trupp unter Atemschutz zur Erkundung eingesetzt. Ursache war ein Schmorbrand in einer USV-Batteriezentrale.

Der Einsatz gestaltete sich aufwendig: Insgesamt mussten 18 Akkus aus der Anlage ausgebaut und ins Freie verbracht werden. Anschließend wurden die Räumlichkeiten belüftet sowie umfangreiche Kontroll- und Messmaßnahmen durchgeführt.

Rauchentwicklung aus Schaltschrank

Am Samstagmorgen gegen 6.44 Uhr löste eine Brandmeldeanlage in der Hohenzollernstraße aus. Während der Erkundung stellten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung in einem Technikraum fest.

Daraufhin wurden weitere Kräfte nachgefordert. Als Ursache konnte ein verschmorter Schaltschrank festgestellt werden. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindert werden.

Weitere Einsätze am Wochenende

In der Wilhelmstraße mussten lose Dachziegel entfernt und das Dach mithilfe der Drehleiter gesichert werden, nachdem sich mehrere Ziegel gelöst hatten.

In der Nacht auf Sonntag wurden die Einsatzkräfte zudem zu einer Rauchentwicklung in die Friedrich-Engels-Straße alarmiert. Dort konnte eine Person durch die Feuerwehr aus dem betroffenen Gebäude gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.