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Einzelhandel

Aldi eröffnet Filiale im Marstall

Discounter plant Markt der neuesten Generation – Center setzt mehr denn je auf Nahversorgung anstatt Kleidung

Ludwigsburg hat drei Einkaufszentren: die Wilhelmgalerie und den Marstall in der Innenstadt sowie das Breuningerland im Gewerbegebiet Tammerfeld. Archivfotos: LKZ
Ludwigsburg hat drei Einkaufszentren: die Wilhelmgalerie und den Marstall in der Innenstadt sowie das Breuningerland im Gewerbegebiet Tammerfeld. Foto: LKZ
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Ludwigsburg. Nach schwierigen Monaten – auch bedingt durch die Coronakrise – hatte Marstall-Manager Dirk Keuthen am Donnerstag endlich einmal wieder eine gute Nachricht zu verkünden: Aldi Süd wird nach einem größeren Umbau im kommenden Jahr eine Filiale der neuesten Generation im Marstall eröffnen.

Die Nahversorgung im Marstall und damit auch in der Ludwigsburger Innenstadt werde damit erheblich gestärkt, so Keuthen. Der Discounter, der seine Geschäfte mittlerweile optisch aufgehübscht hat (Foto), werde ein typisches Innenstadtsortiment mit Backshop und Frischebereich, aber auch die typische Aldi-Aktionsware anbieten.

Mode hat es derzeit schwer

„Die Ansiedlung von Aldi Süd ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg, den Nahversorgungscharakter des Marstall weiter auszubauen“, so Dirk Keuthen in einer Mitteilung des Centers. Mit dem Discounter wird der zweite Supermarkt im Marstall eröffnet – der Händler Tegut ist schon seit der Eröffnung mit einem Geschäft vertreten. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Einkaufszentrums, sich künftig mehr in Richtung innerstädtische Nahversorgung weiterzuentwickeln.

Mit dem Breuningerland oder auch Stuttgart gebe es ein starkes Umfeld im Bereich Mode, so Keuthen. Daher sei es erklärtes Ziel, sich im Marstall stärker auf die Nahversorgung – also Lebensmittel und Dienstleistungen – zu konzentrieren.

Gerade der Kleidungsbereich hatte dem Center zuletzt Probleme bereitet. Mehrere Modegeschäfte hatten aufgegeben. Zwei der leerstehenden Bekleidungsgeschäfte werden jetzt für die Aldi-Filiale umgebaut. Dabei handelt es sich um die ehemaligen Flächen von Superdry sowie K&L Ruppert im Erdgeschoss.

Umbau startet im September

Noch im September soll mit dem Umbau losgelegt werden. Das Projekt sei sehr aufwendig, da die zwei Flächen zusammengelegt und neue Technik eingebaut werden müsse, so Keuthen. „Wir rechnen mit einer Eröffnung im Laufe des dritten Quartals 2021.“ Insgesamt wird das Geschäft am Ende 1100 Quadratmeter umfassen. „Auf dieser Fläche wird Aldi etwa 1700 Basisartikel sowie rund 120 wechselnde Aktionsartikel pro Woche aus den Bereichen Lebensmittel, Hartware und Textil anbieten.“

Mit der Neubelegung der beiden Leerstände schrumpft deren Anzahl von sieben auf fünf. Bei den anderen sei man weiterhin dabei, mit potenziellen Nachvermietern Gespräche zu führen, so der Manager. „Das ist in Coronazeiten natürlich nicht einfach.“ Trotz der Krise sieht Keuthen sein Haus im Aufwärtstrend. Die Maskenpflicht in der Passage sei zwar ein klarer Wettbewerbsnachteil gegenüber der Fußgängerzone, die Besucherzahlen hätten sich gerade in den letzten Tagen aber erholt und beinahe das normale Vor-Corona-Niveau erreicht.

Dirk Keuthen: „Die Pandemie bleibt für uns eine Herausforderung, aber ich sehe uns derzeit auf einem guten Weg.“

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