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Zugunglück am Bodensee
Radfahrer wird an Bahnübergang von Schnellzug erfasst

Krankenwagen im Einsatz
Der Radfahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska
Drei Stunden Stillstand auf den Gleisen: Nach dem Zusammenstoß in Lindau müssen auch Zugreisende betreut werden. Was über den Unfallhergang bisher bekannt ist.

Lindau. An einem Bahnübergang in Lindau ist ein Radfahrer von einem Schnellzug erfasst worden. Der 74-Jährige wurde laut Polizei mittelschwer verletzt. Die Bahnstrecke war demnach am Samstag rund drei Stunden lang gesperrt. 

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Mann den halbseitig beschrankten Bahnübergang trotz geschlossener Schranke überquert haben. Dabei sei er seitlich von einem Schweizer Schnellzug erfasst und zur Seite geschleudert worden. Das Fahrrad sei komplett zerstört worden. Der verletzte Fahrradfahrer wurde ins Krankenhaus gebracht. 

Die rund 250 Fahrgäste des Schnellzugs blieben laut Angaben der Polizei unverletzt, mussten aber betreut werden. Ein unbeteiligter Regionalzug, der auf dem Gegengleis unterwegs war, sei evakuiert worden. Auf der Strecke kam es laut Polizei zu erheblichen Betriebsstörungen. Der genaue Unfallhergang werde nun ermittelt, Zeugen sollen sich melden.

© dpa-infocom, dpa:260510-930-60716/1