Logo

Am 20. März auf dem Rathaushof in Ludwigsburg: Acht Stunden Livemusik mit 16 Bands

Mit dabei: Krämer‘s Kit mit Alex Krämer (Mitte) und das Duo Graceland.Fotos: Wolschendorf/privat
Mit dabei: Krämer‘s Kit mit Alex Krämer (Mitte) und das Duo Graceland.Fotos: Wolschendorf/privat
350_0900_39957_2021_06_25_Graceland_Foto_privat8.jpg
Mit dem Festival „Back to Live“ wird am Sonntag, 20. März, nicht nur das Zurückfahren der Corona-Maßnahmen gefeiert. Vielmehr markiert dieses Event auch die Rückkehr zu Live-Events, die dann (hoffentlich) wieder möglich sind.

Ludwigsburg. 16 Bands, acht Stunden und zwei Bühnen, so lässt sich „Back to Live“ in Kurzform beschreiben, das ab 13 Uhr auf dem Rathaushof stattfinden soll. Das musikalische Spektrum reicht von Chor- und Schlagermusik über Klassik bis zu Hardrock und Pop. Der Eintritt ist frei.

Der Ukrainekrieg trübe die Freude an diesem Musikevent, so Alex Krämer. Der Bandleader von Krämers’s Kit gehört ebenso wie Andreas Rothacker, Michael Schopf und Patrick Mittag zu den Organisatoren. Bei dem Konzert wolle man Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zeigen. „Wir werden die Bühne in den Landesfarben der Ukraine blau und gelb beleuchten“, kündigt Krämer an. Außerdem wolle man eine Box aufstellen und Spenden sammeln. Dass die steigenden Coronazahlen die Pläne durchkreuzen könnten, diese Befürchtung hat Alex Krämer nicht. „Man kommt hin, stellt sich hin und hört zu“, sieht er keine besondere Ansteckungsgefahr bei diesem Open-Air-Event. Getränke und Speisen werden ohnehin nicht angeboten.

Gage für die Künstler aus „Music4Help“

Das sieht die Ludwigsburger Stadtverwaltung auch so: „Auf der Grundlage der aktuellen Corona-Verordnung kann die Veranstaltung stattfinden.“ Welche Regelungen ab dem 20. März in Kraft treten werden, sei noch nicht abzuschätzen, heißt es weiter. Nach den aktuellen Regeln würde bis zum 19. März 3G gelten.

Axel Krämer weist darauf hin, dass fast auf den Tag genau, nämlich am 19. März 2021, „Music4Help“ stattgefunden hat. Bei dem digitalen Benefizkonzert im Scala waren Einnahmen in Höhe von 75000 Euro für die coronagebeutelte Ludwigsburger Musikszene zusammen gekommen. Hauptorganisator neben dem Scala-Team und Udo Strehl war damals der Musiker Rolf Iseler, der vor über drei Wochen verstorben ist. Ein Teil kann nun verwendet werden, um die Gage der Musikerinnen und Musikern zahlen zu können, die bei „Back for Live“ auf der Bühne stehen

Event in wenigen Tagen auf die Beine gestellt.

Als Alex Krämer vor einigen Wochen hörte, dass die Coronamaßnahmen am 20. März weitgehend auslaufen sollen, hatte er spontan die Idee für ein Konzert. Mit Andreas Rothacker, Michael Schopf und Patrick Mittag fand er begeisterte Mitstreiter.

Anfangs sei er recht skeptisch gewesen, so Alex Krämer. „Leute, das kriegen wir niemals gebacken“, habe er gedacht. Doch innerhalb von zwei bis drei Tagen sei dieser Gedanke fast zu einem Selbstläufer geworden. Die Resonanz der Musiker, die gefragt wurden, ob sie mitmachen wollen, sei überwältigend gewesen.

Am Sonntag, 20. März, treten 16 Bands abwechselnd auf zwei Bühnen auf:

13 Uhr: Musikverein Oßweil, 13.30 Uhr: Abendsterne, 14 Uhr: Graceland; 14.30Uhr: Ludwigsburger Blechbläser Quartett, 15 Uhr: Sugar Blues; 15.30Uhr: Saxokeys; 16 Uhr: Kassettophon; 16.30Uhr: Brenzband; 17 Uhr: Emilio Corleone, 17.30 Uhr: Ivanhoe, 18 Uhr: 20Dark7, 18.30 Uhr: Bob’s Finest Selection, 19 Uhr: Krämer’s Kit; 19.30 Uhr: Mattheo & die Bringer, 20 Uhr: Risk, 20.30 Uhr: Abgroovebereit; ab 21 Uhr: DJ zum Ausklang.