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Bäume werden weiter beobachtet

Goethe-Schüler überreichen Unterschriftenliste an Baubürgermeister Michael Ilk

Schülersprecherin Greta Kleine (Vierte von links) überreicht Michael Ilk die Unterschriftenliste. Mit dabei sind Schülerinnen, Rektor Wolfgang Medinger (hinten), Elternbeiratsvorsitzende Christina Mellahn (Dritte von rechts) und Schülersprecher Nils
Schülersprecherin Greta Kleine (Vierte von links) überreicht Michael Ilk die Unterschriftenliste. Mit dabei sind Schülerinnen, Rektor Wolfgang Medinger (hinten), Elternbeiratsvorsitzende Christina Mellahn (Dritte von rechts) und Schülersprecher Nils Philipp (rechts). Foto: Benjamin Stollenberg

Ludwigsburg. Sehr zufrieden sind die Schüler des Goethe-Gymnasiums nach einem Gespräch mit Baubürgermeister Michael Ilk und anderen Vetretern der Stadtverwaltung, berichtet Schülerin Anna Hofmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Jugendlichen hatten sich in den vergangenen Wochen dagegen gewehrt, dass mehrere große Bäume auf dem Schulhof gefällt werden (wir berichteten). Fleißig sammelten die Gymnasiasten Unterschriften von Mitschülern und Eltern, um der Stadtverwaltung klar zu machen, dass ihnen die Bäume wichtig sind.

Nicht nur Schüler und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind zu dem Termin gekommen, auch Eltern sowie Vertreter der Naturschutzorganisationen. „Es war gut, dass wir so eine gemischte Gruppe waren“, erzählt Anna Hofmann. „Dadurch waren verschiedene Ansichten vertreten.“

Den Schülern war es vor allem wichtig zu unterstreichen, wie wichtig ihnen die großen Bäume sind, denn sie spenden in den Pausen Schatten. Erst vor Kurzem sei ihnen bewusst geworden, wie wichtig solche großen Bäume auch für das Stadtklima sind. „Kleine, neu gepflanzte Bäume sind da nichts im Vergleich zu unseren ehrwürdigen Bäumen“, sagt Anna Hofmann.

Ilk brachte Pläne mit zum Termin, auf denen die geschädigten Bäume markiert waren. „Darauf haben wir gesehen, dass nur zwei der Bäume wirklich gefällt werden müssen“, so Anna Hofmann. Um die anderen wollen die Schüler weiter kämpfen. „Wir werden nicht lockerlassen“, verspricht Anna Hofmann, dass sie nicht aufgeben werden. Als nächsten Schritt wollen sich die Jugendlichen nun nochmals an den Gemeinderat wenden.

„Wir wollen mit den Schülern bauen und nicht gegen sie“, sagt Michael Ilk im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch die Sicherheit der Bürger gehe vor. Man wolle nicht riskieren, dass ein herunterfallender Ast einen Schüler oder Spaziergänger erschlägt. „Ich finde es aber toll, dass die Schüler sich so für die Umwelt einsetzen“, lobt Ilk. Man werde die Bäume jetzt weiterhin beobachten. Wenn einer eine Lebenserwartung von 15 Jahren hat, könnte er stehenbleiben. Bei einer geschätzten Lebensdauer von nur noch einem Jahr sehe das jedoch anders aus.

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