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Nachteulen in der Friedenskirche
Das ist der erfolgreichste Gottesdienst in Ludwigsburg

Gut gefüllt ist die Friedenskirche bei den Nachteulen-Gottesdiensten.
Gut gefüllt ist die Friedenskirche bei den Nachteulen-Gottesdiensten.
1996 hat ein Pfarrer den Nachteulen-Gottesdienst ins Leben gerufen. Jetzt feiert die Ludwigsburger Friedenskirche die 300. Auflage.

Ludwigsburg. Ein besonderes Jubiläum wird am Sonntag, 14. Juli, in der Friedenskirche gefeiert: der 300. Nachteulen-Gottesdienst findet statt. „Das muss gefeiert werden“, sagt Citykirchenpfarrer Martin Wendte, der die Nachteulengottesdienste leitet. Der Jubiläumsgottesdienst beginnt um 18 Uhr. Andreas Malessa, Radiomoderator, Theologe und Autor, predigt zum Thema „Reich beschenkt und trotzdem neidisch? Vom Wert des Menschen und dem Preis der Arbeit“.

Im Anschluss findet das Nachteulen-Sommerfest im Karlsgarten hinter der Kirche statt, dabei wird ab 21 Uhr auch das EM-Finales übertragen.

So viele Menschen kommen in den Gottesdienst

„Es kommen regelmäßig 500 junge und alte Menschen, weil die Nachteulengottesdienste uns auf verschiedenen Kanälen ansprechen – durch die ruhigere Zeit am Abend, durch moderne Musik, durch Bewegung und durch besondere Predigten“, berichtet Wendte. „Statt der Orgel spielt eine Band und lädt zum Mitsingen ein. Vor der Predigt gibt es eine kurze Körperübung, durch die Menschen ganzheitlich ankommen, und die Predigt wird von Menschen gehalten, die ich dafür aus ganz Deutschland einlade.“

Das macht die Nachteulengottesdienste so besonders

Dieses Konzept hat Wendte von Georg Schützler übernommen, der die Nachteulengottesdienste 1996 gegründet und bis zu seinem Ruhestand geleitet hat. „Die schwierigste Zeit war Corona“, erzählt Wendte. „Denn da saßen wir auf Abstand und mit Maske und durften nicht singen. Da fehlte das, was die Nachteulen ausmacht: Umgeben von vielen Menschen zu sein, mit ihnen zusammen zu singen und zu feiern, so dass an dem Abend eine eigene Gemeinschaft entsteht.“ Das sei in diesem Jahr besonders im Januar gelungen, als im Gottesdienst noch der LAKI-Pop-Chor sang und alle Besucher mitriss. Oder im März, als Thorsten Dietz predigte, der mit seinen Podcasts mehrere hundert Tausend Menschen erreicht.

Die Besucher der Nachteulengottesdienste kommen aus der ganzen Region, von Heilbronn bis Stuttgart, so Wendte weiter. Viele seien Stammgäste, manche gehen auch in gar keine anderen Gottesdienste, und es kommen jedes Mal neue Menschen dazu. „Einfach mal hingehen und ausprobieren“, rät der Citykirchenpfarrer.

So geht es nach den Sommerferien weiter

Nach den Sommerferien gibt es weitere Highlights: Meistens stehen spirituelle Fragen im Zentrum der Predigt, aber manchmal auch gesellschaftspolitische. Zum Thema „Ist Gott queer – und wir?“ predigt am 22. September Ruth Hess. „Ich freue mich aber auch schon auf die Weihnachts-Nachteule am 15. Dezember“, verrät Wendte. „Denn dort machen wir nach der Predigt immer eine Lichterprozession. Jeder Besucher zündet ein Teelicht an und stellt es in den Altarraum – und dann erstrahlt die ganze Kirche in diesem besonderen Glanz.“

Info:

Infos unter www.friedenskirche-lb.de/citykirche/nachteulen-gottesdienste.