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Der Tag, an dem in Ludwigsburg die Flaggen auf halbmast hingen

Flaggenparade im Innenhof der Jägerhof-Kaserne. Foto: LKZ-Archiv
Flaggenparade im Innenhof der Jägerhof-Kaserne. Foto: LKZ-Archiv
Dieses Jahr jährt sich das schwerste Unglück der US-Armee in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg zum 50. Mal. Und das hat auch etwas mit Ludwigsburg zu tun.

Ludwigsburg. Es war der 18. August 1971. Ein Hubschrauber der US-Army startet von Ludwigsburg aus nach Grafenwöhr in die Oberpfalz. An Bord befinden sich 37 Soldaten. Sie sind auf dem Weg zu einer Übung. Gegen 9.40 Uhr löst sich bei Pegnitz (Kreis Bayreuth) ein Rotorblatt, schlägt in den Hubschrauber und bringt die sogenannte Banane zur Explosion. Alle 37 Soldaten sterben. Die Ludwigsburger Kreiszeitung schrieb damals vom „bisher schwersten Hubschrauber-Unglück der Welt“.

Ludwigsburgs Bürgermeister Krohmer und Verwaltungsrat Bergold haben in Abwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters Otfried Ulshöfer ein Beileidsschreiben an die Amerikaner gerichtet. Darin hieß es: „Zahlreiche Menschen müssen auch heute noch in unheilvollen Kriegen ihr Leben lassen. Diese Soldaten starben aber im Dienst plötzlich mitten in einem friedlichen Land.“ Noch am Unglückstag wehten die amerikanische und die deutsche Flagge in der Ludwigsburger Jägerhof-Kaserne auf halbmast.

Die Stadt Pegnitz erinnert jährlich mit Blumen an der Unfallstelle und Gedenkfeiern an das Unglück von damals, das sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Auch Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht wird am Samstag in Pegnitz beim Gedenken dabei sein. Nach Ansprachen wird an der Absturzstelle ein Hubschrauber landen, weitere Helikopter sollen um 9.40 Uhr darüberfliegen.

Bereits im Juni dieses Jahres hatten amerikanische Streitkräfte der Stadt Pegnitz ein Rotorblatt eines solchen Hubschraubertyps übergeben, das künftig an der Unglücksstelle als Denkmal an den Unfall von damals erinnern soll.