Logo

My little Pony
Großes Treffen der Fans von My little Pony in Ludwigsburg - mit Bildergalerie

Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Bunt, friedlich, tolerant: Das ist die Welt der Zeichentrickserie „My little Pony“. Für ein Wochenende hat sich das Forum in genau diese Welt verwandelt. Ein Ganzkörperkostüm ist für viele Besucher ein Muss. Fotos: Holm Wolschendorf
Nach zweijähriger Coronapause hat am Wochenende wieder die Gala Con im Forum stattgefunden. 1000 Fans der Zeichentrickserie „My little Pony“ tauchten dabei in eine kunterbunte Glitzerwelt ab, in der Werte wie Respekt und Toleranz keine Lippenbekenntnisse sind.

Ludwigsburg. Wer am Samstag ohne Vorwissen über „My little Pony“ das Forum besucht, dürfte sich schon bald ein wenig erschlagen fühlen. Im Foyer türmen sich an zahlreichen Ständen unglaubliche Massen an Fanartikeln. Kissen, Buttons, Bilder, CDs, Plüschtiere und Schlüsselanhänger, so weit das Auge reicht. Eine kunterbunte Glitzerwelt, wie es sich für eine Zeichentrickserie gehört.

350_0008_3191213_30_07_22Wolschendorf_38
Bildergalerien

Das große Fantreffen der My-little-Pony-Gemeinde

Die „My-little-Pony“-Fans, die sich selbst als Bronies bezeichnen, sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Verkäufer haben die meisten Fanartikel selbst gemalt, geschneidert oder gebastelt. So wie eine junge Frau aus Düsseldorf. Bronies haben Spitznamen, die Rheinländerin stellt sich als Asukatze vor. Sie habe bisher keine Gala Con verpasst, erzählt sie. Auch in diesem Jahr bringt Asukatze Uhren, Figuren, Leinwände und Plüschtiere unters Volk. „Und natürlich meine Gala-Con-Tasse, die darf nicht fehlen.“

Auf der ganzen Welt hat die Serie Fans

An der seit 2010 ausgestrahlten und 2019 mit der neunten Staffel abgeschlossenen US-Serie „My little Pony“ gefalle ihr vor allem die positive Botschaft, betont Asukatze. „Es geht darum, andere Leute zu respektieren und zu tolerieren. Freundschaft ist einfach magisch.“ So lautet auch der Untertitel der Serie, in der die Hauptfigur Twilight Sparkle allerlei Abenteuer in der Stadt Ponyville erlebt: „Freundschaft ist magisch.“

Bronies seien ein weltweites Phänomen, erklärt Asukatze. „Es gibt uns überall: in den USA, in Europa, in Asien.“ Tatsächlich sind nicht nur Besucher aus ganz Deutschland, sondern auch viele Fans aus dem Ausland ins Forum gekommen - die zweitägige Gala Con ist nach Angaben des Veranstalters, dem Verein Pony Events Federation, das größte „My-little-Pony“-Treffen in ganz Europa. „Es ist ein Event von Fans für Fans“, sagt Organisator Lukas Sanders, Schatzmeister der Pony Events Federation. „Wir machen alles ehrenamtlich. Das macht uns besonders, und deshalb sind die Bronies auch bereit, uns zu unterstützen.“

Die Gala Con findet seit 2012 statt, damals wurde noch in einer Jugendherberge in Bad Cannstatt gefeiert. „Am Anfang hatte die Sache noch regionalen Charakter“, so der Organisator. Schon ein Jahr später war der Ansturm so groß, dass die Veranstaltung ins deutlich größere Forum verlegt wurde. Bei der neunten Auflage tummeln sich etwa 1000 Bronies - ganz überwiegend Erwachsene -, fast so viele wie vor der Coronapause. „Die Leute haben einfach wieder Lust, rauszugehen“, meint Sanders.

Bei der Gala Con kann das Publikum zwei Tage lang komplett in die „My-little-Pony“-Welt abtauchen, inklusive Karaoke-Singen, Vorträgen, Workshops, Akrobatikaufführungen, Kostümwettbewerben, Pony-Polonaise und Party. Viele Fans tragen Ganzkörperkostüme und bringen so ihre Vorliebe für bestimmte Serienfiguren zum Ausdruck. Die Bronies haben auch die Chance, Serienmacher wie Regisseur José Luis Ucha oder den Komponisten Daniel Ingram zu treffen.

Zwei punkige Gestalten ziehen es vor, sich am Brunnen vor dem Forum aufzuhalten. „Wir sind Stammgäste bei der Gala Con und warten noch auf Kollegen. Wir gehen gar nicht rein und bleiben das ganze Wochenende hier draußen“, erzählen sie und gönnen sich schon am Vormittag ein Bier. Aus einer mitgebrachten Box dröhnt Punk- und Metal-Sound.

Die Botschaft: Alles kann gut werden

Auf Konfrontation sind sie nicht aus, im Gegenteil. „Wir sind seit Jahren selbst Fans und lieben die Serie“, meint einer der Punks. Anfangs sei er skeptisch gewesen, doch die erste Staffel habe ihn dann gleich komplett umgehauen. „Da gibt es Bösewichte, die sich zum Guten geändert haben. Das ist eine wichtige Botschaft der Serie, die man auch den Kindern mitgeben kann.“

Sein Bronie-Name sei Nachtkrabb, sein Kollege nennt sich PLP. Nachtkrabb zeigt sein eigens für die Gala Con kreiertes T-Shirt. Darauf sind einige Ponys aus der Serie zu sehen, darüber steht der selbsterklärende Schriftzug „Gammel Con“ - eine alternative Gala Con eben. „Wir gammeln hier rum, trinken unser Bier und laden die anderen Bronies ein, mit uns zu feiern“, sagt Nachtkrabb.

Direkt nebenan lässt sich Susanne Hartel aus dem hessischen Lich von einem anderen Bronie fotografieren. Sie ist als Pony Maud Pie verkleidet, das Kostüm hat sie natürlich selbst genäht. Hartel hat keine Probleme mit der „Gammel Con“. Schließlich gehe es in „My little Pony“ darum, andere Menschen zu akzeptieren und so zu nehmen, wie sie sind.

„Die Serie ist total tolerant. Es gibt auch lesbische Charaktere und ein Pony mit Behinderung“, sagt Hartel. Sie schätze zudem die vielen Querverweise auf Klassiker wie „Breaking Bad“ oder „The big Lebowski“. Die Serie sei einfach nur schön und bunt. „Die Charaktere wachsen einem ans Herz. Ich glaube, wenn wir alle ,My little Pony‘ schauen würden, gäbe es keine Kriege mehr.“ Die Veranstaltung im Forum zeigt: Manchmal ist das Leben doch ein Ponyhof.