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Debüt-Single

„Ich konnte mich als Musiker finden“

Berlin, Oslo, Los Angeles: Danyiom Mesmer aus Ludwigsburg kommt viel herum. Seit er vor einem Jahr bei Sony unter Vertrag kam, tüftelt der 18-Jährige an eigenen Songs. Am Freitag erscheint seine Debüt-Single „Echo“. Auch im Modebereich will der Ludwigsburger Fuß fassen und beim Marktplatz einen eigenen Laden eröffnen.

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Danyiom Mesmer aus Ludwigsburg veröffentlicht morgen seine erste Single. Das Foto zeigt den 18-Jährigen beim Fotoshooting. Vor drei Jahren fing alles an bei der Casting-Show „The Voice Kids“ (Foto unten). Foto: Marlen Stahlhut

Ludwigsburg. Danyiom Mesmer ist schon ganz aufgeregt: Am Freitag ist es endlich soweit. Seine Debüt-Single erscheint. Drei Jahre nach dem Sieg bei der TV-Castingshow für junge Talente „The Voice Kids“ soll seine Karriere als Musiker nun richtig Fahrt aufnehmen, wie er uns im Gespräch erzählt hat.

Er hat sich Zeit genommen. Zunächst stand nämlich der Realschulabschluss ganz oben auf der Liste, das sei seiner Mutter Elilta wichtig gewesen. Dann kam die Musik an die Reihe. Danyiom beendete die Zusammenarbeit mit seinem bisherigen Label Universal. Es passte einfach nicht, erzählt er. Der Kontakt zu Sony Entertainment, einem der weltweit größten Musikverlage, kam über Henning Wehland zustande, Rockmusiker (H-Blockx) und Manager von Bands wie The Boss Hoss, der ihn schon während der Castingshow gecoacht hatte. Es fand ein Treffen mit Sony statt, bei dem sich der junge Musiker und der Verlag austauschten, wo er sich und wo Sony ihn in Zukunft sehen. „Wir hatten die gleichen Vorstellungen“, sagt der Ludwigsburger. Daher unterschrieb er einen Vertrag.

Es folgten viele Studio-Sessions mit verschiedenen Produzenten. Das vergangene Jahr sei eine spannende Zeit gewesen. Er durfte mitbestimmen, wie sich die Musik entwickelt und mittexten, sagt Danyiom. Und er war viel unterwegs. „Berlin, Los Angeles, Miami, Helsinki, Oslo“, zählt er auf. „Ich habe mit verschiedenen Künstlern zusammen arbeiten dürfen. Ich habe gelernt, wie ein Song entwickelt wird.“ Es sei immer ein Prozess. „Ich konnte mich als Musiker finden.“ Die Produzenten hätten verstanden, welche Musik er machen will. Er beschreibt es als „Mix aus The Weekend, Michael Jackson und Justin Bieber.“

Wichtig ist ihm, auf Englisch zu singen. „Englisch liegt mir besser. Ich habe immer englische Musik gehört und singe immer schon auf Englisch. Alle haben mir immer gesagt, ich soll ich selbst bleiben.“

Sein erster Song, der morgen herauskommt, heißt „Echo“ und ist poppig. Er hat sich vom Verlag überzeugen lassen, dass Pop-Musik für ein Debüt gute Chancen bietet. Echo sei eher ein Mainstream-Song, den man sowohl bei BigFM als auch bei SWR 3 im Radio hören könnte. „Es ist ein eingängiger Pop. Aber mir war wichtig, dass ich Eigenes hineinbringe“, betont Danyiom. So handelt der Song von dem Jungen, der aus einer kleineren Stadt kommt, afrikanische Wurzeln hat und mit einem Lied wie ein Echo die Welt umrunden und Liebe verbreiten will.

Viel herumgekommen ist er schon, der 18-Jährige. So fand zum Beispiel der Videodreh für den Song in Miami statt. „Es war das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe. Ich musste schauspielern und etwas tanzen. Zu dem Beat kann man sich geil bewegen.“ Drei Tage haben die Dreharbeiten für die 2,5 Minuten gedauert.

Auch wenn er viel unterwegs ist und fast wöchentlich nach Berlin fährt, zieht es ihn immer wieder nach Ludwigsburg. „Viele sagen, dass ich als Musiker doch nach Berlin ziehen sollte“, erzählt er. „Ich freue mich aber immer, wenn ich wieder nach Hause komme. Hier sind meine Freunde. Auch wenn ich in den krassesten Städten bin, komm ich immer gern zurück.“ Auch seine Mutter Elilta Mesmer freut das.

Danyiom liebt nicht nur Musik, er begeistert sich auch für Mode. Das Ziel ist ein eigenes Modelabel und einen Laden will er noch im Herbst in Ludwigsburg beim Marktplatz eröffnen. „Ich liebe Mode. Viele sprechen mich auf meine Klamotten an und feiern meinen Style“, sagt er. Neben einem eigenen Label will er auch Marken in limitierter Auflage anbieten, die er cool findet. „Jetzt gerade ist viel zu viel los, aber es ist schon der Plan, dass ich so oft wie möglich im Laden präsent bin“, sagt er. Bald will er sich einmal wieder mit Henning Wehland treffen, um das Konzept des Ladens genauer zu besprechen.

Jetzt steht aber erst einmal die Musik ganz oben. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Danyiom sang eher nur unter der Dusche oder beim Basketballcamp mit Freunden, die ihn schließlich überredeten, sich bei der Castingshow zu bewerben. Beim ersten Anlauf im Jahr 2013 konnte er sich noch nicht durchsetzen, ein Jahr später hängte er seine Mitbewerber dagegen locker ab.

„Der Sprung von The Voice zu dem, was jetzt passiert, ist enorm“, sagt Danyiom. Wie es weitergeht? „Ich bin gespannt.“ Bisher haben den Song nur wenige gehört – am Freitag wird sich auch das ändern. „Echo“ kommt ins Radio und ins Internet. Und einen Fernsehauftritt gibt es auch, um 18.45 Uhr in der SWR-Landesschau.

Internet: www.danyiom.com