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Wohnungsbau

In der Ludwigsburger Weststadt werden 30 neue Wohnungen gebaut

Die Wohnbaugenossenschaft Ludwigsburg plant in der Blücherstraße drei Mehrfamilienhäuser mit 30 Wohnungen. Damit wird die bauliche Verdichtung der Weststadt in diesem Quartier fortgesetzt.

Die alten Häuser an der Blücherstraße sind bereits abgerissen. Jetzt sind drei Neubauten geplant. Foto. Holm Wolschendorf
Die alten Häuser an der Blücherstraße sind bereits abgerissen. Jetzt sind drei Neubauten geplant. Foto. Holm Wolschendorf
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Ludwigsburg. 30 Wohneinheiten, davon 18 als Einzimmerappartements, der Rest als Zwei- oder Dreizimmerwohnung, möchte die Wohnbaugenossenschaft Ludwigsburg (nicht zu verwechseln mit der städtischen Tochter Wohnungsbau) in der Blücherstraße errichten. Das Neubauprojekt liegt direkt neben den beiden neuen Wohnblöcken der Wohnungsbau Ludwigsburg in der Heinrich-Schweitzer-Straße. Die 50 Wohnungen dort waren erst vor zwei Jahren an die Mieter übergeben worden. Das Quartier in direkter Nachbarschaft zum Bildungszentrum West erfährt damit in jüngster Vergangenheit eine erhebliche Verdichtung.

Da in der Blücherstraße bisher überwiegend Einfamilienhäuser stehen, wurde der Gestaltungsrat in das Projekt miteinbezogen. Vor kurzem hat die Wohnbaugenossenschaft dort ihre Neubaupläne präsentiert. Demnach sind an der Blücherstraße zwei und an der Steinstraße ein Mehrfamilienhaus vorgesehen.

Drei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss

Geplant sind jeweils drei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss. Um die Mieten möglichst niedrig zu halten, wird preiswert gebaut. So wird zum Beispiel auf Aufzüge verzichtet, auch um die Folgekosten möglich gering zu halten, wie Vertreter der Genossenschaft im Gestaltungsbeirat erklärten.

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Die drei Häuser gruppieren sich um einen grünen Innenhof. Die Tiefgarage mit 30 Stellplätzen wird an die Blücherstraße angeschlossen. Oberirdische Stellplätze sind nicht vorgesehen. Die Wohneinheiten setzen sich überwiegend aus Ein- sowie Dreizimmerwohnungen zusammen. Damit trägt die Wohnbaugenossenschaft den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung: Zum einen gibt es immer mehr Menschen, die alleine leben, zum anderen Familien mit Kindern, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. Alle Wohnungen sollen im Bestand der Genossenschaft bleiben. Sie werden nicht verkauft.

Sowohl die Architektur-Experten als auch die Stadträte im Gestaltungsbeirat loben die Pläne. In der Sitzung gab es nur wenige Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge. Wichtig sei zum Beispiel, dass die beiden Gebäude in der Blücherstraße auf einer Linie liegen und es keinen Versatz zwischen den beiden gibt. Begrüßt wurde der Plan, das Grundstück zur Straße hin mit einem kleinen Mäuerchen zu umgeben und die Vorgärten der Neubauten mit Stauden oder sogar Bäumen zu begrünen.

Der Brandschutz stimmt noch nicht

Etwas intensiver wurde lediglich über die Fassaden diskutiert. Die Wohnbaugenossenschaft sieht dort offene Laubengänge vor, deren Fassadenstreben mit Rankpflanzen besetzt werden könnten. Diese Idee findet der Gestaltungsbeirat gut. Architekt Sven Fröhlich kritisiert, dass die Mülltonnen für die drei Gebäude in dem grünen Innenhof eingeplant sind.

Die Stadträte freuen sich vor allem über die geplanten preiswerten Mieten. Ein Grund dafür ist, dass Genossenschaften keinen Gewinn erwirtschaften müssen.

Nachgebessert werden muss allerdings noch beim Thema Brandschutz. „Die Laubengänge als bauliche Rettungswege verfügen über nur eine Fluchtrichtung“, bemängelt die Stadtverwaltung. Auf dieser Grundlage sei für die Gänge eine feuerhemmende Brüstung notwendig. Auch die großen Öffnungen in den Laubengängen, die Rankhilfen und die Begrünung seien dann nicht erlaubt. Bei diesem Punkt muss die Genossenschaft die Pläne noch abändern.

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