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Jugendmusikschule: Ein Infotag mit Sang und Schalle

Kleine Konzerte sowie Beratung standen am Samstag bei der Instrumentenberatung in der Jugendmusikschule im Mittelpunkt. Trotz der Coronakrise bleiben die Schülerzahlen weitgehend stabil.

Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker
Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker
Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker
Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker
Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker
Ferdinand mit einem Lehrer beim Einspielen mit einem Fagott, Raphael spielt Trompete und die fünfjährige Charlotte zeigt, was sie auf dem Cello alles kann. Fotos: Andreas Becker

Ludwigsburg. Lea sang mit „Alle Vögel sind schon da“ über den Frühling, der mit „Sang und Schalle“ kommt. Das bekannte Volkslied war Symbol für einen Tag ganz im Zeichen des schönen Klangs, der aus vielen Räumen der Karlskaserne zu hören war. „Kinder spielen für Kinder“ lautete am Samstag das Motto bei der Jugendmusikschule (JMS).

Kleine Konzerte und Instrumentenberatung standen im Mittelpunkt der pandemiegerecht ausgerichteten Veranstaltung. Zugang gab es nur nach vorheriger Anmeldung und damit nicht alle auf einmal kamen, gab es vier Zeitkorridore, in denen Familien die Veranstaltung vorab buchen konnten. So sei das Geschehen entzerrt worden, berichtete die Leiterin der Jugendmusikschule, Christiane Schützer im Gespräch mit unserer Zeitung.

In zwei Sälen fanden dabei die Konzerte statt und in Unterrichtsräumen stellten Lehrkräfte Instrumente vor. Corona bestimmt nun schon seit zwei Jahren das Unterrichtsgeschehen an der Jugendmusikschule und ob Hygienemaßnahmen oder trennende Plexiglasscheiben, die JMS hat laut Christiane Schützer damit ausreichend Erfahrung. „Wir konnten den Unterrichtbetrieb unter erschwerten Bedingungen stets weiterführen“, machte sie deutlich. So sei während der Lockdowns digital weiter unterrichtet worden. „Dadurch gab es kaum einen Rückgang bei den Schülern, deren Zahl ist mit 3000 weitgehend stabil“, so die Leiterin. Ob instrumental, vokal oder elementar, eine umfassende musikalische Ausbildung ist Eltern wichtig, das zeigte die Resonanz auf die Veranstaltung „Kinder spielen für Kinder“.

Musizieren bedeutet dabei auch vor einem Publikum auftreten und Aufregung überwinden. So wie Lea, die mit Maske und viel Selbstvertrauen besagtes Frühlingslied anstimmte, während wie auf Bestellung die Februarsonne ins Fenster schien. Ob jazzige Trompete, die sphärischen Klänge der fein gezupften Harfe, das ausdrucksvolle Posaunensolo oder das stimmungsvolle Duett mit dem Fagott: Die Kinder bewiesen, dass sie ihr Instrument schon sehr gut beherrschen. Jüngste Akteurin bei den Kinderkonzerten war die erst fünfjährige Charlotte, die am Mini-Cello den Bogen raus hatte und gekonnt an die Sache heranging. Ihr siebenjähriger Bruder Emil zeigte dabei, was schon mit einiger Erfahrung klappt: Ein klassisches Stück präzise gespielt. Mit dabei war auch die sechsjährige Marit, die schon beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich teilgenommen hat. Sie spielt bereits kleine Etüden auf dem Klavier, außerdem lernt sie seit über einem Jahr Geige. Ihre kleine Schwester informierte sich schon mal, welches Instrument sie bald lernen will, denn Musik wird in der Familie großgeschrieben.

Bei der Beratung in den Unterrichtsräumen war auch Matthias Ritter, Fachgruppenleiter gemischte Bläser, präsent. Als Klarinettenlehrer stellte er neu entwickelte Alternativen zu den Bambus-Mundstücken vor. Diese sind laut Ritter aus Kunstsoff und somit auch leichter zu desinfizieren.

Was Christiane Schützer als wichtig erachtete: Dass das in Zusammenarbeit mit der Stadt etablierte Frühförderprogramm Musikimpulse für Kinder in Kitas und Grundschulen ausgebaut werden kann. Ob lebenslanges Musizieren als sinnstiftendes Hobby oder als Beruf, die Jugendmusikschule lege dafür jedenfalls die Grundlagen, betonte Schützer.

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