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Keine Neuinfektionen im Albert-Knapp-Heim

Zwei Wohneinheiten des Albert-Knapp-Heims befinden sich aktuell in Quarantäne. Foto: Holm Wolschendorf
Zwei Wohneinheiten des Albert-Knapp-Heims befinden sich aktuell in Quarantäne. Foto: Holm Wolschendorf
Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Ludwigsburger Altenheim bleibt bei vier

Ludwigsburg. Drei Bewohner und ein Mitarbeiter des Albert-Knapp-Heims wurden am Wochenende positiv auf Covid-19 getestet. Glücklicherweise sind laut Heimleiter und Diakon Bernhard Wandel aktuell keine neuen Fälle hinzugekommen. „Im Moment ist die Situation ruhig. Wir hoffen, dass das auch so bleibt“, sagt er.

Aufgrund der neuen Schnelltests habe man am Wochenende sofort reagieren können. „Das große Ausbruchgeschehen, welches wir zu Beginn vermutet haben, ist zum Glück bisher ausgeblieben“, sagt Wandel. Zwei betroffene Wohnblöcke des Altenheims befinden sich in Quarantäne. Bis zum Ende dieser Quarantänemaßnahmen werden laut Wandel alle Mitarbeiter vor Dienstbeginn mittels Schnelltest auf das Coronavirus getestet. „So haben wir einfach mehr Sicherheit“, sagt der Heimleiter.

Der Besucherzutritt zum Albert-Knapp-Heim wurde aufgrund der positiven Coronafälle zunächst einmal bis gestern ausgesetzt. Kommen keine neuen Fälle in anderen Wohnbereichen hinzu, kann das Altenheim – bis auf die zwei unter Quarantäne stehenden Wohneinheiten – ab heute wieder besucht werden. „Ich möchte betonen, dass für die Bewohner außerhalb der betroffenen Wohneinheiten kein Ausgangsverbot herrschte oder herrscht“, sagt Wandel.

Aufgrund der steigenden Zahlen im gesamten Landkreis ist man im Albert-Knapp-Heim weiterhin in Alarmbereitschaft. „Wir sind gewarnt“, so Wandel. Die positiven Coronafälle haben sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner in Aufregung versetzt. „Die Situation war angespannt, aber alle haben sie mit Bravour gemeistert“, sagt Wandel. „Die Mitarbeiter gehen souverän mit den positiven Fällen um. Sie haben Respekt, sind aber auch mutig und kompetent“, so der Diakon.

Gearbeitet werde unter strengen Schutzauflagen und nach einem auf die Einrichtung abgestimmten Pandemieplan. Mittlerweile hätten sich die Mitarbeiter daran gewöhnt, FFP-2-Masken zu tragen, die einen höhren Sicherheitsstandard besitzen als die herkömmlichen Mund- und Nasenbedeckungen.

Auch, wenn die Situation im Albert-Knapp-Heim unter Kontrolle zu sein scheint, fordert Wandel einen sogenannten Reihentest. „Wir haben insgesamt 146 Bewohner und rund 180 Mitarbeiter. Das sind über 320 Tests, die abgenommen werden müssen. Dafür brauchen wir ein Testteam vom Landkreis, welches uns unterstützt“, so der Diakon. Bereits im Frühjahr hätten diese Reihentests stattgefunden, wenn ein positiver Fall im Altenheim nachgewiesen wurde. Nachdem sich die Situation über die Sommermonate zunächst beruhigt hatte, sei diese Vorgehensweise allerdings eingestellt worden. Wie das Landratsamtes auf Anfrage mitteilt, ist die Anordnung dieser Reihentests allerdings auf Landesebene geregelt und somit nicht Sache des Landkreises.