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Anrufer geben sich als Polizisten aus
Ludwigsburger Polizei warnt vor Telefonbetrügern

Betrugsanruf
Bei unbekannten Anrufen ist Vorsicht geboten: Betrüger geben sich immer wieder für seriöse Unternehmen aus, um ihre Opfer in Geldfallen zu locken. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
In den vergangenen tagen haben wieder Telefonbetrüger ihr Unwesen getrieben. Bei der Polizei sind mehr als 30 Anzeigen eingegangen.

Am zurückliegenden Wochenende meldeten sich insgesamt über 30 Bürgerinnen und Bürger bei der „echten“ Polizei, da sie Anrufe von falschen Polizeibeamten erhalten hatten. Nachdem der Landkreis Ludwigsburg vor rund zwei Wochen schwerpunktmäßig betroffen war, waren aktuell eher Menschen aus dem Landkreis Böblingen verstärkt ins Visier der Betrüger geraten, meldet die Polizei in einer Mitteilung.

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Schwerpunkt bildete dabei Grafenau, von wo alleine 14 Anzeigen erstattet wurden. Aus Herrenberg wurden sechs und aus Leonberg fünf Fälle gemeldet.

Aus dem Landkreis Ludwigsburg meldeten sich insgesamt sechs Personen aus Ludwigsburg und Gerlingen beim Polizeipräsidium Ludwigsburg.

Auffallend war, dass die Betrüger offenbar systematisch Telefonverzeichnisse in alphabetischer Reihenfolge abtelefonierten, da die Familiennamen der Angerufenen häufig denselben Anfangsbuchstaben hatten.

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Wie bei der Betrugsmasche üblich, gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und versuchten unter Vortäuschung falscher Tatsachen, ihre Opfer über Vermögensverhältnisse sowie Wertsachen im Haus oder der Wohnung auszufragen.

Polizei gibt mehrere Tipps

Glücklicherweise erkannten alle der Betroffenen, die Anzeige bei der Polizei erstattet haben, den Betrug rechtzeitig und beendeten die Gespräche, so dass es nicht zu vollendeten Betrugsfällen und Vermögensschaden kam.

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Die Polizei warnt: „Bitte seien Sie bei derartigen Anrufen vorsichtig und geben Sie Unbekannten gegenüber am Telefon keine Vermögens- oder Wohnverhältnisse preis. Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte werden Sie niemals telefonisch kontaktieren und derartige Daten erfragen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und sich keine Angst vor angeblichen Straftaten machen. Beenden Sie im Zweifelsfall das Telefonat und melden Sie sich bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Wählen Sie dabei die Rufnummer immer selbst und lassen Sie sich nicht von den Unbekannten dorthin verbinden.“

Weitere Informationen zu der Betrugsmasche erhält man jederzeit online auf der Homepage der Polizei.

Mitte Dezember hatten falsche Polizeibeamte 100.000 Euro bei einer 91-Jährigen aus Ludwigsburg-Grünbühl erbeutet. (red)