Ludwigsburg. Die Bahn und die Bundespolizei haben es derzeit mit einer rätselhaften Anschlagsserie zu tun. Zum sechsten Mal binnen einer Woche wurde am Samstagabend zwischen den Haltstellen Favoritepark und Freiberg ein E-Scooter auf die Schienen gelegt. Gegen 19.15 Uhr wurde er von der S4 überfahren. Die Strecke war daraufhin bis 19.51 Uhr gesperrt.
„Die S-Bahn leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Von den 200 Passagieren wurde niemand verletzt“, teilt eine Sprecherin der Bundespolizei, die für die Bahngleise zuständig ist, am Sonntag gegenüber unserer Zeitung mit. Der Zug, der bei dem Unfall nicht beschädigt wurde, fuhr noch bis zur Haltestelle Favoritepark, wo alle Passagiere aussteigen mussten.
Auch am Mittwoch, Donnerstag und Freitag wurden E-Scooter und E-Bikes auf die Schienen gelegt. Es gab bereits mehrere Unfälle und die Strecke war jeweils über einen längeren Zeitraum gesperrt.
Mittlerweile überwacht durchgehend eine Streife der Bundespolizei die Schienen Richtung Freiberg. Das hinderte den Attentäter aber nicht daran, am Samstag erneut zuzuschlagen.
„Es finden intensive Ermittlungen vor Ort statt. Wir wollen den oder die Täter unbedingt ermitteln“, teilt die Sprecherin mit. Bisher gibt es aber keine Ansatzpunkte. Ein Bekennerschreiben liegt nicht vor. Auch am Sonntag wurden den Tag über wieder zwei Fahrräder und ein E-Roller in Gleisnähe entdeckt. Zu einem weiteren Unfall kam es bis 21 Uhr aber nicht.


