Ludwigsburg. Die Stadtverwaltung nimmt diesen Fall zum Anlass, erneut auf das Problem aufmerksam zu machen und klarzustellen: „An der Stadtreinigung soll nicht gespart werden.“
In der Neckargröninger Straße in Oßweil ist nach Mitteilung der Stadtverwaltung seit einiger Zeit ein ungewöhnliches Phänomen zu beobachten: Jemand packt seinen Hausmüll in Tüten aus dem Hundetütenspender und entsorgt diese anschließend „wild“ in den Büschen an der Bushaltestelle bei der Zufahrt zur Tierklinik. „Mitarbeiter der Stadtreinigung sammeln die kleinen roten Tüten dort täglich ein – doch ebenso regelmäßig tauchen neue im Gebüsch und auf der Wiese auf“, heißt es in der Mitteilung.
„Sowohl telefonisch als auch über den Mängelmelder haben uns dazu bereits mehrere Beschwerden erreicht“, wird Hans-Jürgen Schroff in der Pressemitteilung zitiert. Er ist Leiter der Technischen Dienste Ludwigsburg (TDL), zu denen auch die Stadtreinigung gehört. Er stellt klar: „Unsere Mitarbeiter sind mit großem Engagement für eine saubere Stadt im Einsatz und die betreffenden Stellen werden täglich gereinigt.“
„Wenn jemand seinen Hausmüll einfach in die Büsche wirft, ist das nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern auch schlicht respektlos gegenüber unserer Stadt und gegenüber den Menschen, die täglich für Sauberkeit sorgen“, meint dazu Oberbürgermeister Matthias Knecht. Für den OB ist deshalb klar: „Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Wir werden solche Fälle konsequent verfolgen und, wo immer möglich, auch stärker ahnden. Gleichzeitig gilt: Sauberkeit hat für uns einen hohen Stellenwert – auch in Zeiten knapper Kassen werden wir bei der Stadtreinigung nicht sparen.“
Rund 45 „Reinigungsprofis“ kümmern sich bei der Stadtreinigung täglich um die Sauberkeit in Ludwigsburg, heißt es in der Pressemitteilung. Sie reinigen Straßen und Gehwege maschinell und per Hand – pro Jahr kommen dabei etwa 35.000 Kehrkilometer zusammen. Außerdem leeren sie rund 1.500 Mülleimer, 150 Edelstahl-Abfallbehälter und 49 Unterflurbehälter, reinigen mehr als 200 Bushaltestellen sowie 144 Treppenanlagen.
Auch das Aufräumen von illegal entsorgtem Müll gehört zum Alltag: Rund 138 Tonnen fallen jährlich an. Hinzu kommen Sonderreinigungen nach Veranstaltungen wie Marktplatzfest oder Pferdemarkt, das Säubern von Parkbuchten, die Betreuung von rund 100 Hundetütenspendern gemeinsam mit Paten, die Laubsammlung im Herbst sowie Einsätze im Winterdienst. (red)



