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71 Zeugnisse vergeben
Von Jim Knopf bis Dante – Abiturfeier der Robert-Franck-Schule 2025

Abteilungsleiter Frank Ziegner (ganz links) und Schulleiter Steffen Benz (ganz rechts) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Abiturjahrgangs 2025 der Robert-Franck-Schule.
Abteilungsleiter Frank Ziegner (ganz links) und Schulleiter Steffen Benz (ganz rechts) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Abiturjahrgangs 2025 der Robert-Franck-Schule. Foto: privat
Mit einem Abiball haben die Absolventen der Ludwigsburge Robert-Franck-Schule ihr Abitur gefeiert

Ludwigsburg. Wie kommt es eigentlich, dass auf Abibällen in einem fort zitiert wird? Nun, das Abitur ist immerhin der höchste schulische Abschluss in Deutschland, und das damit verbundene Bildungsniveau soll bei solchen festlichen Anlässen natürlich sichtbar werden. Darum also Zitate. Da ist aber noch mehr: Lebensstationen wie diese verlangen nach Orientierung, und dabei hilft manchmal, was andere erfahren und im besten Fall treffend auf den Punkt gebracht haben, zum Beispiel so: „Freundschaften in der Schule sind wie Freundschaften im Knast: Man weiß erst draußen im richtigen Leben, was sie wert sind“ (Benedict Wells).

71 Absolventinnen und Absolventen aus fünf 13er-Klassen der Robert-Franck-Schule feiern an diesem Abend in Remseck-Hochberg ihr bestandenes Abitur, dazu noch einige den schulischen Teil der Fachhochschulreife.

Steffen Benz, Schulleiter der Robert-Franck-Schule, steht auf der Bühne und spannt einen weiten Bogen von konkreten Erlebnissen der letzten drei Schuljahre über die Institution Schule hin zu dem, was sich jetzt als „richtiges Leben“ vor den jungen Menschen öffnet. Zwischendurch klingt er nachdenklich, fast besorgt, als er von Einflüssen spricht, die von Eigeninteresse geleitet seien und dabei auf manche Medien, Apps, Konzerne und Influencer verweist. Einer seiner früheren Uni-Professoren habe passenderweise gesagt: „Es gibt nur einen echten Grund gebildet zu sein – um nicht zum Opfer zu werden.“ Im Leben sei Mut zu Entscheidungen gefragt. Diesen Mut erproben, eigene Entscheidungen treffen und neue Wege gehen zu können, das bedeute Freiheit.

Immer wieder wird an diesem Abend von Wegen und Reisen gesprochen. Am Ende seiner Rede macht sich Benz eine besondere Abschiedsszene zu eigen: Pung Ging, der Kaiser von Mandala in Michael Endes Roman „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, entlässt die beiden Titelhelden auf ihre gefahrvolle Reise zur Befreiung seiner Tochter Li Si aus dem Drachenland: „Meine Freunde, möge der Himmel euch beschützen. Von nun an werde ich mir nicht mehr nur um Li Si Sorgen machen, sondern auch um euch beide. Denn ich habe euch lieb gewonnen.“

Eine andere, offenbar ähnlich gefahrvolle Reise rufen etwas später gleich zwei Klassenlehrerinnen, Elisa Frank und Melanie Weigelt, in Erinnerung. Nach kurzen Videos mit Schnappschüssen und Clips aus den drei Schuljahren sind die einzelnen Klassen in den Saal eingezogen und stehen auf der Bühne, um ihre Zeugnisse entgegenzunehmen und sich von der Festgesellschaft feiern zu lassen. Es ist Tradition, dass auch die Klassenlehrkräfte ihnen ein paar Worte mit auf den Weg geben. Jetzt geht es um Manni den Fuchs, unvergesslicher Busfahrer auf der gemeinsamen Studienfahrt in die Toskana. Mannis Beherztheit im italienischen Verkehr, sein Eigensinn und Mut zum Improvisieren werden zum Sinnbild dafür, im Leben selbst das Steuer in die Hand zu nehmen und nicht bloß Mitfahrer zu sein. Manni, der komme was wolle entschlossen Deutsch sprach, empfängt in der Lehrerinnenrede sogar den Ritterschlag durch einen Ausspruch des italienischen Dichterfürsten Dante Alighieri: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an – und handelt.“

Handeln müssen nun auch Lehrerinnen und Lehrer, die im Quiz und beim schnellen Finden von Gegenständen im Saal gegen ausgewählte Schülerteams antreten. Fragen wie die nach der Anzahl der Zähne einer Schnecke oder den Bestandteilen der ersten Zahnpasta bringen wohl jeden im Saal an die Grenze seines Allgemeinwissens. Einfacher wird es immerhin bei der Frage nach dem durchschnittlichen Alkoholgehalt deutschen Biers.

Den ganzen Abend über ist der Stolz der Absolventinnen und Absolventen auf das in drei Jahren Geschaffte zu spüren. Zehn Schülerinnen und Schüler bekommen vom Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums Frank Ziegner Belobigungen für gute Abiturschnitte; 15 weitere haben Schnitte im Einserbereich und erhalten Preise. Eine Vielzahl weiterer Preise wird für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern verliehen. Und bei alledem erinnern die scheidenden Schülersprecher der RFS Ela Acikgözoglu und Leonardo Tabusso als Moderatoren des Abends an diejenigen Mitschülerinnen und Mitschüler, die das Abitur oder die Fachhochschulreife in diesem Jahr nicht erreicht haben und nun entweder wiederholen oder sich anders orientieren. Auch ihr Weg verdient Anerkennung.

Neben berechtigtem Stolz ist es auch ein Abend des Dankes. Schüler wie Lehrer weisen immer wieder auf die unschätzbar wichtige Unterstützung durch die Eltern und Familien hin. Schließlich werden auch Klassen- und Fachlehrkräfte auf die Bühne gebeten und von ihren Klassen ebenso aufmerksam wie großzügig beschenkt. Jetzt gibt es nicht mehr viele Worte, sondern die Geste zählt. Und die Klassenkassen dürften damit nun wirklich restlos geleert sein. (red)

Alle Namen:Das sind die Abiturienten

Acikgözoglu, Ela Zeliha

Andreatto, Dilara

Auer, Raphael

Baierl, Melvin

Baris, Haci Can

Beller, Gerald

Bolender, Max

Broghammer, Eva Yvonne

Bülbül, Baran Arda

Caliendo, Nicola Nico

Ceran, Büsra

Cinar, Kaan

Dogan, Amine

Ghaderi, Samir

Gioia, Giulia

Glaser, Mario

Götten, Finn

Grün, Moritz

Gyido, Bianka

Haag, Darja

Hajra, Eron

Harputoglu, Irem

Holtz, Iva

Ingilizov, Kostadin

Ismail, Darsi

Kalthof, Niklas

Ketikidis, Kiriakos

Kharzi, Sandy

Klein, Denis

Kleinknecht, Lavinia

Klingbeil, Hannah

Korkmaz, Eren

Kostron, Jonas

Kovalev, Sophia

Krentz, Charlotte

Kübler, Maja

Leithner, Anna

Lochbrunner, Henri

Lochbrunner, Leif

Manno, Marco

Massa, Teresa

Meier, Ina Marie

Menzel, Finja

Mestre, Lara Maria

Montigel, Felix

Müller, Lina Dolores

Muzliukaj, Edonis

Oetzel, Paula Marie

Ogba, Melvin

Özdemir, Bünyamin

Peric, Matej

Plaza Caka, Orges

Pritschke, Leonhard Sebastian

Quni, Melik

Rietzke, Aylina

Rothenstein, Marvin

Sabanovic, Asima

Sari, Gökdeniz

Scherer, Carmen

Schubert, Oliver

Simsek, Deniz Luca

Stäcker, Emily

Stiegler, Lukas

Stillhammer, Felix Nikolas

Stuklinskas, Titas

Tabusso, Leonardo

Tzifris, Paris

Wehner, Merit Helen

Wolf, Romy

Yildiz, Mehmet

Zedler, Leo

Belobigungen

Auer, Raphael

Cinar, Kaan

Kleinknecht, Lavinia

Kovalev, Sophia

Kübler, Maja

Massa, Teresa

Meier, Ina

Montigel, Felix

Stillhammer, Felix

Wehner, Merit

Preise

Broghammer, Eva

Glaser, Mario

Grün, Moritz

Hajra, Eron

Manno, Marco

Mestre, Lara

Muzliukaj, Edonis

Ogba, Melvin

Pritschke, Leonhard

Rothenstein, Marvin

Sabanovic, Asima

Stäcker, Emily

Stiegler, Lukas

Wolf, Romy

Schulbester Absolvent 2025

Kostron, Jonas