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Kinder

Warum das Singen so wichtig ist

„Tag der Kinderstimme“ am 16. November mit Workshops, Chören und Diskussionen – Öffentliches Konzert

Es ist nie zu früh, um mit dem Singen zu beginnen.Foto: Adobe Stock
Es ist nie zu früh, um mit dem Singen zu beginnen. Foto: Adobe Stock

In Familien wird kaum noch gesungen, auch in Krippen und Kitas geschieht das höchstens noch im Morgenkreis, singende Vorbilder für Kinder beschränken sich immer mehr auf die Medien. Wie es gelingt, den Tag singend zu gestalten, ist der Titel eines von zahlreichen Workshops, die beim Tag der Kinderstimme am 16. November in der Karlskaserne stattfinden.

Vor drei Jahren wurde schon einmal ein Tag der Kinderstimme als regionales Ereignis ausgerichtet, jetzt folgt eine auf eine breitere Basis gestellte Veranstaltung, deren Bedeutung die Projektpartner wie die Jugendmusikschule Ludwigsburg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg sowie der Ludwigsburger Kirchenmusikdirektor a.D. Professor Siegfried Bauer von der Stiftung Singen mit Kindern gemeinsam hervorheben. Mit dabei sind außerdem schwäbischer und badischer Chorverband sowie der Landesverband der Musikschulen in Baden-Württemberg.

„Der Tag der Kinderstimme im Jahr 2016 war ein großer Erfolg, aus dem Leuchtturmprojekt soll jetzt eine landesweite Bewegung werden“, sagt die Leiterin der Jugendmusikschule, Christiane Schützer. Sie will erreichen, dass jedes Kind mit dem Singen in Kontakt kommt, dass Singen zu einer Selbstverständlichkeit des Ausdrucks wird.

Einen positiven Trend macht bereits Siegfried Bauer aus. Die Stiftung Singen mit Kindern, deren Vorstand er angehört, hat bereits über 500 Singpaten ausgebildet. „Es kommen immer mehr Erzieherinnen und Ausbildungsstätten auf uns zu.“

Dass vor allem in der Lehrerausbildung mehr geschehen muss, merkt Andreas Eckhardt von der Abteilung Musik an der PH Ludwigsburg an. „Die Musik muss immer um ihren bildungspolitischen Standort kämpfen“, so seine Einschätzung. Laut Siegfried Bauer soll dabei die Förderung allen zugänglich werden. Bestes Beispiel: Die von der Lehrerin für elementare Musikpädagogik Brigitte Thönges geleiteten Ludwigsburger MusikImpulse. Brigitte Thönges vermittelt überdies in einem Workshop beim Tag der Kinderstimme, wie das musikalisch-rhythmische Spiel die Kleinen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung anspricht.

Die Workshops decken am 16. November eine große Vielfalt rund um das Kindersingen ab. Teilnehmer erfahren, wie sie Singpaten werden, sie lernen Methoden und bestehende Angebote kennen, erhalten Impulse, wie schon mit den Kleinsten gesungen werden kann. Workshops stellen interkulturelle Lieder vor und machen deutlich, dass es sinnvoll ist, Instrumentalstücke zunächst singend zu erarbeiten. Das Singen als praktische Sprachförderung ist ein weiterer Aspekt.

An den von renommierten Dozenten durchgeführten Workshops können Eltern, Lehrer, Erzieher, Studierende, Chorleiter, Musikpädagogen und alle Interessierten teilnehmen, die Themen sind breitgefächert. Zur Eröffnung um 10.30 Uhr spricht unter anderem die Vorsitzende der Stiftung mit Singen mit Kindern, Gerlinde Kretschmann. Gestaltet wird die Eröffnung von der Ludwigsburger Friedensschule als singende Grundschule sowie von den Singklassen der Kasteneckschule Freiberg und von der Zwergenmusik der Jugendmusikschule Ludwigsburg.

Von 11.30 bis 13.30 Uhr sowie von 14.45 bis 16.15 Uhr finden die Workshops statt und parallel dazu gibt es ab 12 Uhr einige Kinderchorauftritte. Aus dem Kreis Ludwigsburg mit dabei: der Mädchenchor der Strohgäukantorei und die Gesangsklasse 6 und 7 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach.

Von 13.30 bis 14.30 Uhr findet außerdem eine Fishbowl genannte offene Diskussionsrunde statt. Alle Teilnehmer sind eingeladen, sich hier zum Thema „Singende Kinder – Selbstverständlich!“ einzubringen. Beschlossen wird der Tag der Kinderstimme um 16.30 Uhr mit einem öffentlichen Konzert in der Reithalle der Karlskaserne. Hier wirken das Collegium luvenium und die Mädchenkantorei am Dom St. Eberhardt, beide aus Stuttgart, mit.

Infos unter www.tag-der-kinderstimme.de

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