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Social-Media-Trend
„Cat in the Hat“ kommt nach Ludwigsburg? Das sagt die Polizei

Auf dem sozialen Netzwerk Tik-Tok werden unzählige ähnliche Videos und Fotos von vermeintlichen Sichtungen des „Cat in the Hat“ gepostet.
Auf dem sozialen Netzwerk Tik-Tok werden unzählige ähnliche Videos und Fotos von vermeintlichen Sichtungen des „Cat in the Hat“ gepostet. Foto: Dieses Bild wurde mithilfe von KI erstellt.
Gruselige „Cat-Men“ sorgen im Netz für Angst. Gibt es den Trend auch im Kreis Ludwigsburg? Die Polizei erklärt, wie ernst die Lage vor Halloween ist.
Zusammenfassung Neu

• Die gruselige Internetfigur „Cat in the Hat“ kündigt einen Auftritt in Ludwigsburg an.

• Die Polizei meldet bislang keine Sichtungen und sieht aktuell keine konkrete Gefahr.

• Die Beamten bereiten sich vor und warnen vor bedrohlichen Nachahmungen.

Unsere Zusammenfassung wurde mit KI erstellt.

Ludwigsburg. Ein schwarzes Katzenkostüm, eine rote Fliege und ein auffälliger rot-weiß gestreifter Zylinder: Als „Cat in the Hat“ sorgt eine geheimnisvolle Gestalt derzeit in den sozialen Netzwerken für Aufsehen und Angst – auch in Deutschland. Die Figur, die ursprünglich aus einem Kinderbuch des US-amerikanischen Autors Dr. Seuss stammt, hat sich im Internet zu einem gruseligen Phänomen entwickelt. Nun hat der mysteriöse Kater in einem Tik-Tok-Video angekündigt, auch nach Ludwigsburg zu kommen. Das weckt ungute Erinnerungen an das Jahr 2016, als sogenannte Horrorclowns bundesweit sowie im Landkreis Menschen erschreckten und sogar bedrohten. Könnte sich ein solches Phänomen nun wiederholen? Und wie ernst ist die Ankündigung zu nehmen? Die Ludwigsburger Polizei schätzt die Lage ein.

Wurden „Cat-Men“ in Landkreis gesichtet?

Doch was macht „Cat in the Hat“ überhaupt? Diverse Videos in sozialen Medien zeigen, dass die Figur nachts an verschiedenen Orten auftaucht. Dabei inszeniert der „Cat-Man“ seine Auftritte so, dass sie möglichst bedrohlich wirken. Gerade die Mischung aus einer eigentlich harmlosen Kinderbuchfigur, der düsteren Inszenierung und der Ungewissheit darüber, wer hinter der Maske steckt und was die Person vorhat, löst bei vielen Menschen Angst aus.

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Die Ankündigung eines Auftritts in Ludwigsburg schürt nun bei vielen die Sorge, dass aus dem Internetphänomen auch vor Ort eine beängstigende Begegnung werden könnte. Grund zur Sorge sieht die Polizei in Ludwigsburg aktuell aber nicht. „Bislang sind beim Polizeipräsidium Ludwigsburg keine Hinweise auf das Auftreten von derart verkleideten Personen in der Stadt oder dem Landkreis Ludwigsburg eingegangen“, erklärt Polizeihauptkommissarin Yvonne Schächtele auf Anfrage unserer Zeitung.

Auch Meldungen von Menschen, die sich aufgrund entsprechender Videos bedroht fühlen, lägen der Polizei nicht vor. Zwar tauchen in manchen Kurzvideos konkrete Namen mit Bezug zu Ludwigsburg auf, ob damit aber gezielt Menschen eingeschüchtert werden sollen oder die Namen willkürlich gewählt wurden, lasse sich derzeit nicht beurteilen, erklärt die Pressesprecherin.

Droht eine Entwicklung wie bei den Horrorclowns?

Die Erinnerungen an die sogenannten Horrorclowns liegen nahe. Vor rund zehn Jahren sorgten als gruselige Clowns verkleidete Menschen international für Schlagzeilen. Auch damals verbreiteten sich erschreckende Videos über soziale Netzwerke, während einzelne Nachahmer Passanten tatsächlich bedrohten oder erschreckten. Ob sich das „Cat-Men“-Phänomen ähnlich entwickeln könnte, lässt sich laut Polizei nicht vorhersagen. Derzeit gebe es jedenfalls keine Hinweise auf eine vergleichbare Entwicklung im Landkreis.

Und dennoch: Die Polizei bereitet sich auf mögliche Vorfälle vor. „Das ‚Cat-Men‘-Phänomen wird weiterhin beobachtet, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen lageangepasst zu realisieren“, sagt Schächtele.

Halloween steht an: Ist das Katzenkostüm erlaubt?

Mit Blick auf Halloween am 31. Oktober stellt sich die Frage, wie die Polizei reagieren wird, wenn Menschen in entsprechenden Kostümen unterwegs sind. Dabei unterscheidet die Polizei klar zwischen einer harmlosen Verkleidung und einem bedrohlichen Verhalten. Schließlich geht die Figur „Cat in the Hat“ ursprünglich auf ein Kinderbuch zurück. Das Kostüm allein sei deshalb kein Grund, die Polizei zu verständigen.

Gerade an Halloween, wenn zahlreiche Menschen verkleidet durch die Straßen ziehen, dürfte ein solches Outfit kaum auffallen, meint Schächtele. Anders kann es außerhalb der üblichen Kostümveranstaltungen aussehen. Wird der Polizei eine auffällig verkleidete Person gemeldet, werde sie „die betreffende Person einer Kontrolle unterziehen und gegebenenfalls Straftaten konsequent verfolgen“, sagt die Polizeisprecherin. Entscheidend bleibe aber, wie sich die Person verhält. Wer andere Menschen verfolgt, bedroht oder angreift, müsse mit polizeilichen Maßnahmen und möglicherweise strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das gilt übrigens auch für Halloween-Scherze: Selbst vorgetäuschte Bedrohungen im Katzenkostüm können strafrechtlich verfolgt werden.

Was tun, wenn „Cat-Man“ auftaucht?

Für den Fall einer bedrohlichen Begegnung mit „Cat in the Hat“ hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg klare Empfehlungen. Betroffene sollten einer auffälligen Person möglichst aus dem Weg gehen, sie nicht provozieren und besonnen handeln. Wer verfolgt, bedroht oder angegriffen wird, sollte Umstehende gezielt um Hilfe bitten und über den Notruf 110 die Polizei verständigen.

Zeugen, die einen solchen Vorfall beobachten, sollten sich auffällige Merkmale, die Fluchtrichtung und weitere Einzelheiten einprägen. Gleichzeitig warnt die Polizei: „Greifen Sie nicht zur Selbstjustiz und versuchen Sie nicht, die kostümierte Person zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei!“, heißt es in der Stellungnahme. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sollte Anzeige erstatten.

Polizei will Schüler und Eltern beruhigen

Dass der Trend gerade bei Kindern und Jugendlichen Ängste auslösen kann, ist auch dem Referat Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg bekannt. Sollten bei Schulveranstaltungen oder Elternabenden Fragen dazu aufkommen, wollen die Beamten diese aufgreifen und beantworten.

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