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Musik sagt mehr als Dankesworte

Die Jugendmusikschule bedankte sich mit einem Konzert im Kulturzentrum bei ihren Sponsoren

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Ludwigsburg. Mit einem vielseitigen Konzert haben sich Schüler der Jugendmusikschule am Donnerstagabend im großen Saal des Kulturzentrums bei ihren Sponsoren bedankt. Solisten und Ensembles zeigten einen Querschnitt aus der Arbeit der Schule. Dieser reichte von ganz jungen Pianisten wie Cornelius Gurlitt und Johann Baptist Vanhal, die mit den Beinen noch kaum an die Pedale des Flügels kommen, bis zu hoch ambitionierten Konzertgeigerinnen wie Lynn My Trinh Stiegler und Victoria Landenberger, die sich gerade auf den Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ vorbereiten.

Mit Eugène Ysaÿes Sonate Nummer zwei und dem Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy hörte das Publikum die Wettbewerbsstücke der 15- und 16-jährigen Ausnahmegeigerinnen, die sich – das war live zu erleben – gegenseitig auch einmal aushelfen, wenn einer mitten im Spiel eine Saite reißt. Lynn My Le Trinh Stiegler, Victoria Landenberger sowie die 14-jährige Cellistin Emilia Landenberger sind beste Beispiele dafür, wie gut die Unterstützung durch Freunde und Förderer bei der Ludwigsburger Jugendmusikschule angelegt ist.

Sandra Stegmann, erste Vorsitzende des Vereins Jugendmusikschule, berichtete beim Sponsorenkonzert von 2600 Schülern mit steigender Tendenz. Dafür sorgten Projekte wie insbesondere die „Musikimpulse“. Aus Stegmanns Sicht gelingt der Schule mit Hilfe ihrer Gönner sowohl die „Förderung in die Breite als auch die Förderung in die Spitze“. Dank der Zuwendungen habe die Jugendmusikschule im letzten Jahr wieder auf gesunde Beine gestellt werden können und befinde sich gerade im Aufbau eines Gesangsbereiches. Sandra Stegmann bedankte sich beim Sponsorenkonzert insbesondere bei der Kreissparkasse, bei der Porsche AG, bei der Firma Lotter, bei der Wüstenrotstiftung und beim Rotary Club, der dem Ukulelen-Trio letztes Jahr noch während des Konzertes die Zusage für ein Bassinstrument machte. Wie dieses klingt, hörte der Spender am Donnerstag. Was die Jugendmusikschule aktuell dringend braucht, ist ein kleines bisschen größer: einen Kontrabass.

Oberbürgermeister Werner Spec sah die Welt der Musik in seiner Rede aus der Welt eines musisch gebildeten Kindes, das Persönlichkeitsbildung und Reichtum für sein ganzes Leben erfahre. Großartige Talente egal welcher Herkunft und aus welcher sozialen Schicht zu fördern, liege auch im Interesse der Stadt. Über die Sponsoren sagte Spec, sie würden ihre finanzielle Unterstützung der Jugendmusikschule nicht an die große Glocke hängen. Kinder zu fördern sei eine Frage des Willens. Aus Sicht der Leiterin Christiane Schützer hat die Schule letztes Jahr einen „großen Sprung nach vorne“ machen können. Alleine in den „Musikimpulsen“ befänden sich momentan 1300 Schüler. Der musikalische Dank der Schüler an ihre Förderer, sagte Schützer, bedeute mehr als Worte.