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Basketball-Bundesliga

BBL-Teams starten mit der Vorbereitung

Nur wenige Stunden nach dem politischen Okay starten die ersten Teams der Basketball-Bundesliga wieder ins Training. Es bleiben nur gut zwei Wochen zur Vorbereitung auf das Meisterturnier in München. Die ersten Coronatests bringen einen positiven Befund.

Objekt der Begierde: Der Meisterpokal. Foto: Matthias Balk/dpa
Objekt der Begierde: Der Meisterpokal. Foto: Matthias Balk/dpa

München. Nach den ersten Teamtrainings seit mehr als zwei Monaten hat die Basketball-Bundesliga einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Meisterturnier gemacht. Alle Spieler und Betreuer, die schon vor dem vergangenen Wochenende in Deutschland waren, wurden nach Angaben der BBL bei ihren zehn Teams zweimal negativ auf das Coronavirus getestet. Wie diffizil der Plan bleibt, die Saison bis zum 28. Juni mit 35 Partien im Münchner Audi Dome zu Ende zu spielen, zeigt jedoch der positive Befund eines aus dem Ausland einreisenden Spielers. Dieser Profi habe zu keiner Zeit Kontakt zu seinem Team gehabt und wurde isoliert, wie die Liga gestern mitteilte.

Die Liga sah die erste „Bewährungsprobe“ für ihr Hygiene- und Sicherheitskonzept damit als „bestanden“ an. Bis das Turnier am 6. Juni mit der Partie zwischen der BG Göttingen und den Hakro Merlins Crailsheim eröffnet wird, bedarf es aber weiter höchster Wachsamkeit. „Jeder Einzelne muss sich in den kommenden sechs Wochen sehr intelligent und diszipliniert verhalten“, betonte Marko Pesic, Geschäftsführer von Titelverteidiger FC Bayern München. „Ich habe keine Zweifel, dass uns das gelingt.“

Mit einem „riesengroßen Vertrauensvorschuss“ (Pesic) hatte die bayerische Staatsregierung die Basketballer durch die Genehmigung des Konzepts ausgestattet. Die Erfahrungen mit Spielen ohne Zuschauer will die BBL auch mit europäischen Ligen und anderen Sportarten in Deutschland teilen. „Wir müssen schauen, dass der Basketballsport in Europa überlebt, dass in Deutschland der Hallensport überlebt“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz.

Nur wenige Stunden nach dem politischen Okay stiegen die ersten Basketball-Teams wieder ins lang ersehnte Mannschaftstraining ein. Im BBL-Konzept sind drei Wochen Mannschaftstraining vorgesehen. Doch weil sich die Entscheidung der Behörden etwas länger hinzog, sind es nun nur noch zweieinhalb Wochen, bis es in München losgeht. Notwendig für die Rückkehr ins Training ist die Genehmigung der lokalen Gesundheitsämter.

Riesen ohne Konga aber mit zwei Neuen

Die MHP-Riesen Ludwigsburg müssen beim Abschlussturnier der Basketball-Bundesliga auf Kapitän Konstantin Konga verzichten. Wie Trainer John Patrick im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte, ließ sich der 29-Jährige in Berlin an der Schulter operieren. „Er wird mindestens bis September ausfallen“, sagte Patrick. Da Kongas Vertrag nach dem Abschlussturnier ausläuft, wird er wohl nicht mehr für die Riesen auflaufen. Zudem haben die Ludwigsburger zwei Zugänge verpflichtet, weil nicht mehr mit der Rückkehr der beiden US-Profis Khadeen Carrington und Tanner Leissner gerechnet werde. Dabei soll es sich um zwei Guards handeln, Namen wollte der Club gestern nicht nennen. Auf die Rückkehr von Jaleen Smith werde noch gehofft. „Bei Smith sieht es gut aus“, sagte Patrick. Zudem sind Thomas Wimbush, Nick Weiler-Babb, Cameron Jackson und Marcos Knight bereits zurück in Ludwigsburg. Nachdem die Saison Mitte März aufgrund der Coronakrise unterbrochen wurde, waren die Spieler in ihre Heimat geflogen.

Die Riesen starten am Sonntag, 7. Juni, mit dem Duell gegen Rasta Vechta in das Turnier. Es folgen Spiele gegen die Fraport Skyliners (9. Juni), Brose Bamberg (11. Juni) und Alba Berlin (15. Juni), ehe es ab Mittwoch, 17. Juni, in die K.o.-Runde geht. (jai)

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