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Champions League findet ohne Riesen statt

Ludwigsburg wohl in keinem internationalen Wettbewerb vertreten – Caisin kommt aus Quakenbrück

Ludwigsburg. Die Basketball-Bundesligisten Brose Bamberg und Rasta Vechta starten in der kommenden Saison in der Gruppenphase der Champions League. Auch die Telekom Baskets Bonn können noch auf die Teilnahme hoffen. Die Rheinländer müssen allerdings noch eine Qualifikationsrunde überstehen. Dies teilte die Champions League gestern mit. Damit werden die MHP-Riesen Ludwigsburg in der kommenden Saison voraussichtlich an keinem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

„Es ist weder ein Beinbruch noch völlig unerwartet“, sagte Riesen-Pressesprecher Lukas Robert auf Nachfrage über den verpassten Champions-League-Platz. Deutschen Teams stünden 3,5 Startplätze zu – einer davon in der Qualifikation – jedoch nur, wenn die Nationalmeister aus kleineren Ländern nicht am Turnier teilnehmen. Da dies nun aber durch die Vertreter aus Zypern und dem Kosovo der Fall ist, erhalten deutsche Teams nur zwei feste Plätze sowie einen Platz in der Quali.

Zwar steht auch das Startfeld des drittklassigen Europe Cups noch nicht fest, eine Teilnahme der Riesen daran ist jedoch unwahrscheinlich. „Ich bin kein Freund davon, zu sagen, jetzt haben wir uns da und da nicht qualifiziert, dann spielen wir eben Europa Cup“, sagte der erste Vorsitzende der Riesen, Alexander Reil, in dieser Woche in einem Zeitungsinterview.

Defensivspezialist kommt

Zuvor hatten die Riesen in den vergangenen drei Jahren an der Champions League teilgenommen und sind im Jahr 2018 sogar Vierter geworden. Der Sieger des Wettbewerbs erhält ein Preisgeld in Höhe von einer Million Euro.

Trotz des wahrscheinlichen Ausbleibens des internationalen Wettbewerbs nimmt der Kader der Riesen für die kommende Saison langsam Gestalt an. Radii Caisin wechselt zur kommenden Saison zu den Ludwigsburgern und ist nach David Brembly und Hans Brase der dritte Neuzugang des Bundesligisten. Der 18-Jährige kommt von den Artland Dragons aus Quakenbrück zu den Schwaben und unterzeichnet einen Vertrag über drei Jahre. Das gaben die Riesen gestern bekannt.

Der 1,97 Meter große Guard wurde in der vergangenen Saison zum besten Defensivspieler der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga gewählt..(red)