Logo

Basketball-Bundesliga

In Ulm reicht Riesen die Kraft nicht aus

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben das Schwabenderby der Basketball-Bundesliga verloren. Ohne Jonas Wohlfarth-Bottermann unterlagen die Ludwigsburger bei Ratiopharm Ulm mit 66:78 (43:33).

Ulm. Nach zwei Siegen in Folge ist die Miniserie der MHP-Riesen Ludwigsburg im Derby gegen Ratiopharm Ulm beendet worden. Mit zwei intensiven Spielen in den Knochen und ohne Jonas Wohlfarth-Bottermann unterlag der Basketball-Bundesligist mit 66:78. „Wir haben Wobo vermisst unter dem Korb, aber trotzdem gekämpft. Abgesehen von den Rebounds war es ein ausgeglichenes Spiel“, sagte Riesen Coach John Patrick nach dem Spiel.

Wie zuletzt bei den knappen Erfolgen gegen Bamberg und Gießen in der zurückliegenden Woche starteten die Ludwigsburger auch in Ulm mit Problemen. Die Gastgeber waren wacher, sodass Patrick nach knapp vier Minuten beim Stand von 2:11 aus Sicht der Ludwigsburger seine erste Auszeit nahm. Danach kamen die Gäste etwas besser klar und schlossen bis zum Viertelende auf 13:18 auf.

Der zweite Durchgang startete mit einem kraftvollen Dunking von Justin Simon zum 15:18-Anschluss. Die Riesen kamen dem Ausgleich immer näher. In der 15.Minute zog Patrick mit zwei Freiwürfen zum 28:28 gleich, wenig später machte Tremmell Darden die erste Führung (31:30). Aber insgesamt kam von Ludwigsburg immer zu wenig. Vor allem machte sich der Ausfall von Wohlfarth-Bottermann bemerkbar. Der Center hatte sich am Vorabend beim Abschlusstraining in Ulm am Knie verletzt. Zunächst sah es nach Clubangaben nur nach einer Blessur aus. Da eine Diagnose aber aussteht, wurde Wobo gestern geschont. Diesen Ausfall konnte Jonathan Bähre nicht kompensieren. „Er war nicht bereit“, sagte Patrick und setzte den zweiten Center der Riesen nur 2:17 Minuten ein. Entsprechende Nachteile hatten die Riesen in der Zone. Aber auch im Angriff verfehlten zu viele Würfe ihr Ziel. Ulm zog wieder davon, mit einem spektakulären Buzzer Beater knapp über der Mittellinie erzielte Sindarius Thornwell den 43:33-Pausenstand für die Ulmer.

Im dritten Viertel brachten Jordan Hulls und Darden die Riesen mit zwei Dreiern zum 42:45 zurück ins Spiel. Ulm wankte, blieb aber standhaft. Mit fünf Punkten Rückstand ging es für die Riesen in den Schlussdurchgang (58:53).

Hier sah es zunächst so aus, als könnten die Riesen wie schon gegen Bamberg und Gießen in der Crunch-Time den Sieg an sich reißen, als Jonah Radebaugh zum 58:60 aufschloss. Zu mehr reichte die Kraft aber nichts. In den restlichen acht Minuten hatten die Riesen nichts entgegenzusetzen.

Autor: