Logo

Personalkarussell ist startklar

Bei den Riesen steht der Kern des Teams, am Rand gibt es aber viele Baustellen

Emmanuel Ugbo. Foto: Baumann
Emmanuel Ugbo. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Am Mittwochabend freuten sich 200 Mitglieder der MHP-Riesen Ludwigsburg über den deutlichen 105:32-Erfolg des Basketball-Bundesligisten gegen Zweitligist Panthers Schwenningen in der Rundsporthalle. „Ich war begeistert von der Verteidigung. Es war sehr gut, aber nicht perfekt“, sagte Riesen-Coach John Patrick im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der deutliche Sieg gegen den Play-off-Kandidaten der 2.Liga lieferte mehrere Erkenntnisse: Die Riesen-Spieler, die schon in der vergangenen Saison in Ludwigsburg gespielt haben, sind fit, erfolgshungrig und selbstbewusst aus der Sommerpause zurückgekommen. Sie bilden den eingespielten Kern des Teams.

Weitere Erkenntnis: Die eigenen jungen Spieler werden immer besser – und: Auf den Ausländerpositionen könnte es noch deutliche Veränderungen geben. „Es kann sein, dass wir drei bis vier neue Spieler sehen werden“, sagte Patrick. „Lieber reagieren wir jetzt und dafür passt dann später alles besser.“ Quinton Hooker und Scottie James waren am Mittwoch nicht in der Halle. „Ich bin in Kontakt mit den Agenten und es ist noch nichts entschieden. Wir suchen eine Lösung“, sagt Patrick. Ausgeschlossen sei ein Verbleib nicht. Demnach gab es aber Probleme mit dem Fitnesszustand und dem Rollenverständnis. Patricks Spielstil fordert körperlich und mental die ständige Bereitschaft, alles zu geben, um den Gegner unter Druck zu setzen. Wer nicht topfit ist, kann die Anforderungen nicht erfüllen.

Dazu kommen junge Talente, die den Spielstil bereits kennen und den US-Spielern im Kampf um Spielzeit Konkurrenz machen. Lukas Herzog, Jacob Patrick und Johannes Patrick machten ihre Sache am Mittwoch hervorragend und auch der gerade einmal 18-jährige Emmanuel Ugbo überzeugte bei seinem ersten Einsatz. „Er hat gute Impulse gegeben“, sagte Patrick. Diese Impulse ließ Center Jonathan Bähre bisher vermissen. Wie in den vergangenen Testpartien lief das Spiel auch gegen Schwenningen weitestgehend an dem 24-jährigen Center vorbei.

Nicht im Einsatz waren die neuen US-Amerikaner James Woodard und David Walker. Während Walker eine Kapselverletzung plagt, sieht es bei Woodard ernster aus. Die genaue Diagnose steht aus. Es besteht eine Armverletzung, die möglicherweise operiert werden muss, so Patrick. Dann wäre es fraglich, ob der Guard jemals im Gelb-Schwarzen Trikot zu sehen sein wird. Keine Option ist laut Patrick eine Verpflichtung von Trainingsspieler Zaccheus Kelly. „Ich muss den Markt im Blick behalten und wenn etwas entschieden wird, schnell reagieren“, gibt sich Patrick selbst die Marschroute vor.

Autor: