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Basketball

Riesen-Serie endet bei Rasta Vechta

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben in Vechta eine knappe Niederlage kassiert. Ein paar Rasta-Fans sorgen dabei für Ärger bei Riesen-Coach John Patrick.

Schwer zu stoppen: Vechtas bester Werfer Steve Vasturia gegen Tanner Leissner. Foto: Elke Schikora
Schwer zu stoppen: Vechtas bester Werfer Steve Vasturia gegen Tanner Leissner. Foto: Elke Schikora

Ludwigsburg/Vechta. Die Serie ist gerissen. Nach sieben Siegen in Folge bissen sich die MHP-Riesen Ludwigsburg ab dem zweiten Viertel die Zähne an der Defensive von Rasta Vechta aus. Trotz der 72:77-Auswärtsniederlage stehen die Ludwigsburger aber weiterhin auf Platz zwei in der Basketball-Bundesliga.

Noch nach dem Sieg am vergangenen Wochenende hatte John Patrick, der Trainer der Riesen, sich darüber gefreut, dass man seine beste Leistung derzeit im letzten Viertel zeige. Gegen Vechta war es genau umgekehrt. Im ersten Durchgang trafen die Ludwigsburger beinahe, wie sie wollten, hatten danach aber Probleme, zu Punkten zu kommen.

Khadeen Carrington mit fünf Punkten in Serie sowie Thomas Wimbush ließen die Riesen schnell auf 13:4 davonziehen. Dreipunktewürfe von Jaleen Smith zum 16:6 und von Nick Weiler-Babb mit der Schlusssirene ließen den Vorsprung bis zum Viertelende auf 27:14 wachsen.

Doch im zweiten Durchgang drehten die Gastgeber vor enthusiastischen 3140 Zuschauern im Rasta Dome den Spieß um. „Wir haben uns ein wenig zurückgelehnt“, monierte Patrick nach dem Spiel. Ebenfalls mit der Sirene gelang Vechtas Josh Young in seinem 100. Spiel für die Niedersachsen sogar die Führung. Mit einem 38:37 ging Vechta in die Halbzeit. „Es herrschte eine super Atmosphäre“, merkte Patrick zu der Stimmung in der Halle an, hatte aber dennoch Grund sich zu ärgern: „Hinter unserer Bank waren betrunkene Vechta-Fans, wir konnten kaum kommunizieren, weil sie die ganze Zeit geschrien haben.“ Die Riesen haben laut Patrick Protest eingelegt, „So etwas habe ich als Trainer noch nie erlebt – aber das war nicht der Grund, weshalb wir verloren haben“, stellte der 51-Jährige klar.

Vechtas Spieler beißen auf die Zähne

Während bei den Ludwigsburger im ersten Spielabschnitt noch die Dreier fallen wollten, ging danach nur noch wenig aus der Distanz. Lediglich vier von 29 versuchten Würfen aus der Ferne fanden ab dem zweiten Spielabschnitt den Weg ins Ziel. Am Ende warf Vechta zudem zehn Prozent besser aus dem Feld – und zeigte dazu noch vollen Einsatz. Ishmail Wainright musste nach einem Zusammenprall mit Young mit Verdacht auf Jochbeinbruch ausgewechselt werden. Auch Steve Vasturia musste auf die Zähne beißen und nach einem Luftduell mit einer blutigen Wunde unter dem Auge versorgt werden. „Vechta hat immer mit Energie gespielt, wir nur phasenweise“, sagte Patrick.

Obwohl die Riesen auf 65:57 davonziehen konnten, kam der Gastgeber zurück. Bis zum 70:67 drehte die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison die Partie. In der Schlussminute vergab Smith bei drei Punkten Rückstand einen Verzweiflungswurf aus der Distanz. Nach dem Rebound zündete Rasta-Zugang Jordan Davis den Turbo und entschied per Korbleger das Spiel. „Sie haben ihre Würfe im vierten Viertel getroffen und waren besser im Rebound als wir“, fasste nach dem Spiel Weiler-Babb zusammen. „Wir hatten eine sehr schlechte Phase im zweiten Viertel, aber auch sehr gute Phasen“, sagte Patrick und blickte bereits nach vorne: „Hoffentlich können wir daraus lernen.“

Statistik

Vechta: Davis (17 Punkte/1 Dreier), Vasturia (17/1), Simpson (15/2), Young (14/1), Murphy (8), Dileo (2), Herkenhoff (2), Wainright (2), Reischel, Kessens.

Ludwigsburg: Weiler-Babb (17/3), Leissner, (12/2), Carrington (11/1), Wimbush (10/2), Smith (8/1), Knight (8/1), Wohlfahrt-Bottermann (4), Konga (2), Hukporti, Brase.

Viertelergebnisse: 14:27, 24:10, 17:19, 22:16. – Zuschauer: 3140.

Wurfquote: Vechta 42,9 Prozent (24 von 56), Ludwigsburg 33,3 Prozent (22 von 66).

Dreierquote: Vechta 22,7 Prozent (5 von 22), Ludwigsburg 25 Prozent (10 von 40).

Rebounds: Vechta 46 (35 defensiv, 11 offensiv) Ludwigsburg 34 (23 defensiv, 11 offensiv).

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