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Eishockey

Jalen Smerecks goldenes Tor stößt Tür zu den DEL-Play-offs für die Bietigheim Steelers weit auf

Erneut müssen die Bietigheim Steelers in die Verlängerung. Anders als in Mannheim beweisen sie in Augsburg aber den längeren Atem und halten so die Augsburger Panther im Kampf um die Pre-Play-offs auf Abstand. Die sind laut Siegtorschütze Jalen Smereck das klare Ziel.

Schuss ins Glück: Jalen Smereck überwindet Olivier Roy zum 3:2. Foto: Eibner
Schuss ins Glück: Jalen Smereck überwindet Olivier Roy zum 3:2. Foto: Eibner

Augsburg. Nach seinem entscheidenden Tor winkte Jalen Smereck etwas provokant den Heim-Fans im Curt-Frenzel-Stadion zu. Denn dank seines Treffers zogen die Bietigheim Steelers den Augsburger Panthern in der Deutschen Eishockey-Liga davon. Mit 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) siegten die Ellentäler am Sonntag nach hartem Kampf in der Verlängerung und stehen nun mit sechs Punkten Vorsprung aber auch drei Spielen mehr auf dem Konto vor den Panthern auf Pre-Play-off-Platz zehn.

Während die Steelers-Fans nach Spielende inbrünstig „nie mehr zweite Liga“ sangen, zeigte sich Verteidiger Smereck – wie schon zuvor auf dem Eis – erstaunlich offensiv. „Wir wollen in die Play-offs. Es gibt keinen Grund, nach hinten zu schauen“, sagte er bei Magentasport. Noch zwei Tage zuvor hatte sein Trainer Daniel Naud nach der Niederlage in Mannheim nach Penaltyschießen deutlich gemacht, dass es vorerst um den Klassenverbleib gehe. Auf Schlusslicht Krefeld haben die Steelers derzeit allerdings zwölf Zähler Vorsprung und machen keineswegs den Eindruck, noch abstürzen zu können.

Sami Aittokallio kehrt zurück ins Tor

„Wir hatten schon einmal eine gute Phase, alle haben an die Pre-Play-offs gedacht und wir sind tief runter in der Tabelle gerutscht“, hatte Naud in Mannheim über das zwischenzeitliche Bietigheimer Schlusslicht gesagt.

Ein solcher Einbruch ist angesichts der derzeitigen Stabilität der Steelers allerdings nur schwer vorstellbar. Denn auch am Sonntag erholten sich die Steelers von einem Fehlstart. Sami Aittokallio, der zurück ins Steelers-Tor gerückt war, konnte nach nur 30 Sekunden noch einen Schuss von Matthew Puempel an die Latte lenken. Nach einem Fehler im Spielaufbau wehrte Aittokallio allerdings die Scheibe nach vorne und Magnus Eisenmenger staubte zum 1:0 für die Panther ab (4. Minute).

Olivier Roy trumpft bei Augsburg Panthern auf

Erst im zweiten Drittel zeigten die Bietigheimer ihre ganze Qualität an beiden Enden des Eises. Die Steelers waren nun klar tonangebend, scheiterten aber auch in Überzahl am glänzend aufgelegten Augsburger Torwart Olivier Roy. Es brauchte eine klasse Einzelaktion von Brendan Ranford, die dann den Weg zum Ausgleich ebnete. Gegen zwei Spieler tänzelte er sich frei und legte quer auf Daniel Weiß. Der Ex-Augsburger musste die Scheibe nur noch ins leere Tor schieben (29.).

Erneut Ranford krönte seine starke Leistung dann mit dem 2:1. In einem Konter nutzte er eine Drei-gegen-Drei-Situation und setzte den Puck in den langen Torwinkel (36.).

Henry Haase hadert nach Verlängerung

Im Schlussdrittel machten nun die Panther mächtig Druck. Lange lag der Ausgleich in der Luft – und sollte auch gelingen. Adam Payerl schlenzte zehn Minuten vor Spielende die Scheibe in Überzahl ins lange Eck. Zuvor hatte Aittokallio bereits bei einem von Thomas Trevelyan abgefälschten Schuss Glück gehabt, als ihn der Torpfosten rettete.

Und so mussten die Steelers am Ende einer Woche mit vier Spielen erneut nachsitzen. Smereck fasste sich noch einmal ein Herz und schloss von der linken Seite flach ins Tor ab. „Wir wissen, was wir können. Wir können die starken Teams besiegen“, sagte er. Die Gegner haderten dagegen: „Wir haben gut gespielt, viele Chancen gehabt. Am Ende hat uns wieder das Drei-gegen-Drei das Genick gebrochen“, sagte Augsburgs Henry Haase über die Niederlage in der Verlängerung.

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