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Kassel zerlegt Steelers zweistellig

Kräftig Prügel bezogen wie schon lange nicht mehr hat Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers am Mittwochabend mit dem 2:10 bei den Kassel Huskies. Die Steelers verloren mit dieser Abfuhr auch die Tabellenführung an die Hessen.

Sein Team geht in Kassel unter: Steelers-Trainer Hugo Boisvert muss zehn Gegentore verdauen.Foto: Baumann
Sein Team geht in Kassel unter: Steelers-Trainer Hugo Boisvert muss zehn Gegentore verdauen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Bietigheims Trainer Hugo Boisvert hatte drei Ausfälle zu verzeichnen. Die Zugänge Eric Stephan, der aus Nürnberg kam und bislang noch kein Punktspiel für die Steelers bestreiten konnte, sowie Fabian Ribnitzky mussten verletzt passen. Ebenfalls nicht zur Verfügung stand Kapitän Niki Goc, der sich am vergangenen Sonntag beim 3:2-Sieg in Freiburg bei einem unglücklichen Zusammenprall verletzt hatte und etwa sechs Wochen ausfallen wird, wie die Steelers mitteilten.

Dafür rückte in Kassel Tim Fleischer vom Kooperationspartner Iserlohn Roosters in den Bietigheimer Kader und Stürmer Rene Schoofs wurde als Verteidiger aufgeboten.

Die Gäste fanden vor 2873 Zuschauern zunächst gut ins Spiel und verdienten sich die Führung nach 16 Minuten durch Lukas Laub. Zwei Minuten später glich Corey Trivino für Kassel zum 1:1-Pausenstand aus.

Im zweiten Drittel brach den mit vier Gegentoren innerhalb von nur vier Minuten das Unheil über die Steelers herein. Alexander Karachun (26.), Austin Carroll (27.), Richard Mueller (29.) und Nathan Burns (30.) stellten auf 5:1.

Endgültig gelaufen war das Spiel mit dem 6:1 durch Michael Christ in der 43. Minute. Doch die indisponierten Schwaben mussten noch vier weitere Tiefschläge verdauen. Nachdem Brett Breitkreuz im Powerplay das zweite Steelers-Tor markiert hatte (51.), sorgten Carroll (54.), Lois Spitzner (54.), Trivino (55.) und Ben Duffy (60.) dafür, dass es zweistellig wurde. „Ein rabenschwarzer Tag in Kassel“ merkten die Steelers auf ihrer Internet-Homepage treffend an.

Am heutigen Freitag geht es für die Steelers auch um Wiedergutmachung, aber es wartet eine unangenehme Aufgabe, wenn um 20 Uhr in der Ege Trans-Arena die Dresdner Eislöwen gastieren, gegen die Bietigheim in der vergangenen Saison überraschend im Play-off-Viertelfinale scheiterte.

Doch die Sachsen haben turbulente Wochen hinter sich. Nach einem kapitalen Fehlstart mit vier Niederlagen feuerten die ambitionierten Eislöwen Trainer Bradley Gratton, zudem nahm Sport-Geschäftsführer Thomas Barth seinen Hut. Mit dem neuen Trainer Rico Rossi glückte gleich ein 5:3-Sieg im Sachsenderby gegen Crimmitschau, doch anschließend unterlag man mit 3:6 in Kassel. Im Heimspiel am Mittwoch gegen die Tölzer Löwen gab es für Dresden eine weitere Enttäuschung: Nach der glatten 0:4-Niederlage hat man sich vorerst am Tabellenende festgesetzt.

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