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deutsche eishockey-liga 2

Leclerc schlägt gleich prächtig ein

Revanche geglückt: Im zweiten Duell innerhalb von drei Tagen behielt Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers gestern gegen die Towerstars Ravensburg mit 5:3 die Oberhand.

Alles im Griff hatte Steelers-Probespieler Guillaume Leclerc beim Sieg gegen Ravensburg (am Boden Kilian Keller).Foto: Baumann
Alles im Griff hatte Steelers-Probespieler Guillaume Leclerc beim Sieg gegen Ravensburg (am Boden Kilian Keller). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Am Freitag hatte das Team von Trainer Marc St. Jean gegen den amtierenden Meister noch mit 5:6 nach Verlängerung den Kürzeren gezogen. Gestern begegneten sich beide Kontrahenten auf Augenhöhe und boten den 3058 Zuschauern in der Ege Trans-Arena eine hochklassige DEL-2-Partie mit viel Tempo und zahlreichen Torszenen.

Dass das Spektakel ein gutes Ende für die Steelers nahm, lag auch an dem Franzosen Guillaume Leclerc, der einen Probevertrag erhalten und gestern seinen zweiten Auftritt für Bietigheim hatte. Und der hatte es in sich, denn der Stürmer steuerte an der Seite von Matt McKnight und Brett Breitkreuz zwei Tore und zwei Vorlagen zum verdienten Erfolg der Gastgeber bei.

Bietigheim, dass auf die verletzten Angreifer Lukas Laub und Dennis Swinnen verzichten musste, geriet durch einen von Matias Haaranen abgefälschten Schuss in der 4. Minute in Rückstand, berappelte sich aber schnell und glich im Powerplay durch Freddy Cabana aus (6.).

Im zweiten Drittel fielen gleich vier Überzahltore. Für die Steelers trafen Topscorer McKnight (25.) und Leclerc (36./5:3-Überzahl), Ravensburg konterte zweimal durch Jakub Svoboda (32./nach Videobeweis) und Ex-Steelers Robin Just, der kurz vor der zweiten Pause das 3:3 markierte.

Doch Bietigheim ließ nicht locker und legte noch einmal eine Schippe drauf. Der Lohn war das 4:3 durch Verteidiger Tim Schüle, der in der 42. Minute einmal mehr seine Qualitäten im Powerplay bewies. Den Sack zu machte dann Leclerc, der in der 56. Minute nach einem Konter die Nerven behielt und Towerstars-Keeper Olafr Schmidt beim 5:3 ausmanövrierte.

5:2-Führung noch verspielt

Am Freitagabend hatte es in Ravensburg ein Torspektakel gegeben, das für die Steelers bitter endete. Denn nach 50 Minuten lagen die Gäste scheinbar komfortabel mit 5:2 in Führung, doch am Ende einer denkwürdigen Partie nahm Bietigheim nur einen Punkt mit nach Hause. Die Steelers, die lange Zeit taktisch klug und effektiv in der Chancenverwertung auftraten, verloren mehr und mehr die Kontrolle und der amtierende Meister aus Ravensburg entfaltete seine Stärken.

Zwei Minuten vor Schluss glückte den Towerstars durch Sean O’Donnell der Ausgleich zum 5:5 und als sich Tryout-Spieler Leclerc in der Verlängerung eine Strafzeit einhandelte, schlugen die Gastgeber durch Topscorer Sören Sturm erneut eiskalt zu und ließen sich für den 6:5-Erfolg von den knapp 3000 Zuschauern frenetisch feiern.

Ravensburgs Coach Rich Chernomaz lobte die Mentalität seines Teams: „Wir haben gekämpft bis zum Ende, ich hatte immer ein gutes Gefühl.“ Sein Bietigheimer Kollege Marc St. Jean, der als Spieler auch schon das Towerstars-Trikot getragen hat, sah nach der 4:1-Führung einen Bruch im Spiel seiner Mannschaft: „Da haben wir aufgehört, unser Spiel zu spielen, haben es etwas zu kompliziert gemacht und sind am Ende bestraft worden.“

Bereits am morgigen Dienstag sind die Steelers erneut gefordert: Um 19.30 Uhr steht das Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen auf dem Programm.

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