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Deutsche Eishockeyliga 2

Rosa Steelers nicht effizient genug

Die Bietigheim Steelers haben gegen konsequente Crimmitschauer mit 1:5 verloren. Nach einem schwachen Auftaktdrittel traf lediglich Topscorer Matt McKnight vor 2577 Zuschauern in der Ege Trans-Arena für die Bietigheimer.

Bietigheims Myles Fitzgerald (links) und Austin Fyten streiten sich auch im Sitzen noch um die Scheibe. Foto: Baumann
Bietigheims Myles Fitzgerald (links) und Austin Fyten streiten sich auch im Sitzen noch um die Scheibe. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Valentinstagsgefühle ließen am Ende der Partie aufseiten der Bietigheim Steelers höchstens noch die rosa Trikots der Ellentäler aufkommen, in denen die Spieler zur nachträglichen Feier des 14. Februar aufliefen. Ganz anders sah das bei den Gästen aus. Die rund 200 Fans der Eispiraten Crimmitschau, die mit zwei Fanbussen angereist waren, stimmten stattdessen den Klassiker „Marmor, Stein und Eisen bricht“ an und feierten in den letzten Spielminuten den 5:1-Sieg der Eispiraten im Auswärtsspiel der Deutschen Eishockeyliga 2 bei den Steelers. „Rosa wird nicht unsere Lieblingsfarbe“, sagte Steelers-Trainer Marc St. Jean nach Spielende.

Die Partie begann flott. Sowohl Crimmitschau als auch Bietigheim kamen zu Chancen. Auf die größte Möglichkeit der Steelers folgte allerdings die kalte Dusche. Guillaume Leclerc traf bei Bietigheimer Überzahl nur den Pfosten. Die Eispiraten setzten direkt darauf zum Konter an, den Patrick Pohl zum 1:0 abschloss (8. Minute). Immer noch in Überzahl verpasste es Yannick Wenzel, das Spiel wieder auszugleichen (10.). Ähnlich wie diese ersten zehn Minuten verlief fast das gesamte Spiel. Die Steelers taten sich offensiv schwer. Die wenigen Chancen, die sich boten, wurden zudem vergeben. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, haderte St. Jean. Hinzu kamen große Lücken in der eigenen Verteidigung, die die Gäste zu nutzen wussten.

So auch erneut Pohl in der 18. Spielminute – erneut nach einem Konter. Die Eispiraten machten das Spiel schnell, legten auf Andre Schietzold ab, dessen Schuss Stephon Williams im Steelers-Tor noch abwehren konnte. Doch Pohl war zur Stelle und staubte zum 2:0 ab. Elf Sekunden vor Drittelende kam es noch schlimmer für die Steelers. Nach einem Schuss von der Blauen Linie hielt Mitch Wahl den Schläger in die Scheibe und fälschte zum 3:0 ab (20.). „Im ersten Durchgang waren wir hinten zu offen“, monierte St. Jean.

Den Steelers war im zweiten Drittel anzumerken, dass sie gewillt waren, zurück ins Spiel zu kommen. Brett Breitkreuz nach Hereingabe von Myles Fitzgerald wie auch Mark Ledlin aus kurzer Distanz zielten aber nicht genau genug. Effektiver war indes Crimmitschau. In Überzahl sprang die Scheibe erneut zu Wahl, der den Puck trocken unter die Latte feuerte (28.).

Bei den Bietigheimern machte sich Verunsicherung breit. Benjamin Zientek entschloss sich, trotz aussichtsreicher Position noch einmal quer zu legen und ließ damit eine gute Möglichkeit liegen. Beim Stand von 0:4 zum Ende des zweiten Durchgangs herrschte für die Eispiraten und ihre knapp 200 enthusiastischen Fans dagegen beinahe Heimspielatmosphäre.

Hoffnung keimte bei den Steelers im Schlussdrittel auf. Fitzgerald eroberte nach nur zwei gespielten Minuten im Angriffsdrittel die Scheibe und brachte sie zu Matt McKnight. Der Bietigheimer Topscorer hatte keine Mühe, aus zentraler Position auf 1:4 zu verkürzen (42.).

Steelers-Drangphase bleibt aus

Statt einer Drangphase folgte eine Menge Leerlauf ohne nennenswerte Torchancen. „Vor dem 1:4 war unsere Spannung kurz weg, nach dem Gegentor aber wieder da“, sagte Crimmitschaus Trainer Daniel Naud. Erst vier Minuten vor Spielende klaute sich Norman Hauner noch einmal den Puck an der eigenen Blauen Linie und stürmte alleine auf das Eispiratentor zu. Erneut verhinderte der Pfosten einen Treffer, ehe auch Ledlin die Scheibe nicht im Tor unterbrachte. St. Jean versuchte mit einer Auszeit noch einmal, seine Mannschaft auf eine Aufholjagd einzustimmen und nahm den eigenen Torhüter vom Eis. Das nutzte allerdings nur den Gästen. Alexander Widemann traf aus dem eigenen Drittel zum 5:1-Endstand ins leere Tor.

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