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Deutsche Eishockeyliga 2

Schoofs holt sich heimlich den Rekord

Das Urgestein der Bietigheim Steelers ist Rekordspieler der DEL.2. Sportlich hat Rene Schoofs aber noch einiges mit seinem Herzensverein vor.

Rene Schoofs feiert seine vierte Meisterschaft mit den Steelers im Jahr 2018. Foto: Baumann
Rene Schoofs feiert seine vierte Meisterschaft mit den Steelers im Jahr 2018. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Ist er es? Oder ist er es nicht? Ob Rene Schoofs, das Urgestein der Bietigheim Steelers, bereits der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Geschichte der zweiten Eishockeyliga ist, ist nicht so ganz sicher. „Ich habe vor kurzem mehrere Statistiken herangeholt und ich glaube, er ist es“, sagt Steelers-Pressesprecher Patrick Jonza auf Nachfrage. Auch nach Angaben der DEL.2 hat Schoofs im Spiel Ende September beim EHC Freiburg den bisherigen Rekordspieler und Ex-Steeler Bastian Steingroß mit 904 Spielen eingeholt. Jedoch führ die DEL.2 die Statistik erst seit dem Jahr 2001.

„Ich wusste nur, dass es irgendwann wohl so weit ist“, sagt Schoofs selbst über seinen heimlich erlangten Rekord. 908 Spiele hat der 34-Jährige seit seinem Debüt 2001 absolviert. Alle in der zweiten Liga. Alle für Bietigheim. Die Lust auf Eishockey ist ihm in dieser Zeit nicht vergangen. „Ich bin immer noch motiviert und absolut fit“, sagt Schoofs. Wenn das nicht mehr so wäre, „würde ich sofort aufhören. Aber ich habe jeden Tag noch Lust, aufs Eis zu gehen.“ Viermal wurde er in seiner Steelers-Zeit Meister. Wegen der fehlenden Verzahnung zwischen erster und zweiter Liga wurde es aber bislang nichts mit einem DEL-Spiel. „Ein Aufstieg wäre etwas, das ich sehr gerne erleben würde“, blickt er in die Zukunft. Ab der Saison 2020/21 wäre wieder ein Aufstieg für den DEL.2-Meister möglich.

Erleben die Steelers-Fans also noch eine DEL-Saison mit Publikumsliebling Schoofs im grün-weiß-blauen Trikot? Darüber möchte der gebürtige Esslinger gar nicht spekulieren: „Jünger und schneller werde ich nicht mehr, das könnte ich jetzt noch nicht sagen.“

In Bietigheim verwurzelt

Konkret wurde ein DEL-Engagement für den Familienvater bisher ohnehin nie. Ein Wechsel innerhalb der zweiten Liga sei nie in Frage gekommen. Einzig über den Sprung ins Oberhaus habe er kurzzeitig nachgedacht. „Das wäre der nächste sportliche Schritt in jungen Jahren gewesen, der kam aber nie zustande“, so Schoofs. Traurig macht ihn das nicht. „Hier hat immer alles gepasst“, schwärmt er von Bietigheim.

Heute Abend (19.30 Uhr) treten die Steelers bei den Löwen Frankfurt an. „Besonders gegen Frankfurt muss man 60 Minuten starkes Eishockey zeigen, nur so kann man dort Punkte holen“, ist er sich sicher. Seit drei Auswärtsspielen warten die Steelers auf einen Sieg. Nun müssen sie ohne Alexander Preibisch auskommen. Der flinke Angreifer hatte sich gegen Bad Tölz nach einem fiesen Kniecheck verletzt, hatte jedoch Glück im Unglück. Statt einer Bänderverletzung zog sich der 28-Jährige nur eine Prellung zu und fällt vier Wochen aus. „Wir brauchen Alex trotzdem so bald wie möglich wieder“, sagt Schoofs, der noch hohe Ziele hat. In dieser Hauptrunde möchte er unter die besten vier kommen, „damit wir in den Play-offs Heimrecht haben“. Und dann soll es – anders als beim Erstrunden-Aus gegen die Dresdner Eislöwen – weiter gehen als vergangene Saison. „Das war eine zu frühe Sommerpause“, lacht Schoofs.

Positiver Nebeneffekt: Kommen die Steelers in den Play-offs weit, könnte Schoofs sein Rekordkonto an DEL.2-Spielen weiter aufstocken.

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