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deutsche eishockey-liga 2

Steelers entfalten Offensiv-Kraft

Scheibenschießen im Ellental: Die Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers und Tölzer Löwen geizten nicht mit Toren. Das bessere Ende hatten die Gastgeber beim 9:5-Sieg.

Duell ehemaliger Teamkollegen: Freddy Cabana (Steelers, links) gegen den Tölzer Keeper Sinisa Martinovic.Foto: Baumann
Duell ehemaliger Teamkollegen: Freddy Cabana (Steelers, links) gegen den Tölzer Keeper Sinisa Martinovic. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Auf den Abgang von Stürmer Max Lukes zum ESV Kaufbeuren haben die Steelers schnell reagiert: Von den Kassel Huskies wechselte der 21-jährige Angreifer Mark Ledlin ins Ellental. Der in Garmisch-Partenkirchen geborene Rechtsschütze wurde in der Jugend des SC Riessersee ausgebildet. Beim Oberligisten Hannover Indians erhielt Ledlin eine Förderlizenz für die Huskies, für die er insgesamt 21 Mal zum Einsatz kam.

Gestern gab Ledlin sein Debüt für die Steelers, bei denen auch Verteidiger Eric Stephan nach seiner Verletzung erstmals in dieser Saison im Kader stand. Dagegen musste Trainer Hugo Boisvert weiter auf Kapitän Niki Goc und Fabian Ribnitzky verzichten.

Viel Applaus von den 2692 Zuschauern gab es vor Spielbeginn für Meistertrainer Kevin Gaudet und für fünf ehemalige Steelers-Spieler, die jetzt in Diensten der Tölzer Löwen stehen. Doch Gaudets Miene verfinsterte sich schon nach 47 Sekunden, als Freddy Cabana nach einem Abwehrschnitzer der Löwen das 1:0 erzielte. Der Tölzer Keeper Sinisa Martinovic sah auch beim 2:0 nicht gut aus, das nur eine Minute später im Powerplay fiel. Matt McKnight wurde als Torschütze gefeiert.

Ebenfalls in Überzahl kamen die Gäste zurück in die Partie. Johannes Sedlmayr verkürzte in der 9. Minute etwas überraschend auf 1:2. Bietigheim schlug durch Cabana zurück (3:1/12. Minute), doch ein von Rene Schoofs unglücklich abgefälschter Puck bescherte den Löwen das 2:3 (14.). Auch im zweiten Drittel gaben die Steelers den Ton an, doch die Effektivität vor dem Tor ließ zu wünschen übrig.

Bad Tölz machte dagegen aus wenig viel und glich in der 36. Minute durch Stefan Reiter zum 3:3 aus. Erst im Powerplay fand Bietigheim die Lücke und traf durch McKnight in der 39. Minute zum 4:3. Die Gäste ließen sich jedoch nicht entmutigen und kamen zum 4:4 durch Max French (44.). Das Ergebnis hielt keine 27 Sekunden bis zum 5:4 durch Schoofs. Der Knoten war endgültig geplatzt nach dem 6:4, das Brett Breitkreuz 36 Sekunden später markierte.

Jetzt gab es kein Halten mehr und das 7:4 von Lukas Laub in der 47. Minute. Drei Treffer innerhalb von 85 Sekunden! Doch damit nicht genug. Das fünfte Tor für die Löwen durch Reiter (48.) beantworteten die Schwaben mit dem 8:5 durch Norman Hauner (52.) und dem 9:5 durch Benjamin Zientek (54.). Unschöne Szene zum Schluss: Nach einem Kniecheck muste Alex Preibisch verletzt vom Eis getragen werden.

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