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Steelers setzen auf junges Team mit Perspektive

Eishockey-Zweitligist startet heute in Bad Nauheim in die Saison – Am Sonntag gegen Kassel – Goc bleibt Kapitän

Gelungene Generalprobe: Die Steelers (links Lukas Laub) besiegten den DEL-Club Nürnberg Ice Tigers mit 4:2.Foto: Baumann
Gelungene Generalprobe: Die Steelers (links Lukas Laub) besiegten den DEL-Club Nürnberg Ice Tigers mit 4:2. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Hessischer Doppelpack zum Saisonstart: Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers ist heute zu Gast beim EC Bad Nauheim und erwartet am Sonntag die Kassel Huskies zum ersten Heimspiel in der Ege Trans-Arena.

Die zum Teil überraschend guten Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen, als man unter anderem den DEL-Clubs Schwenningen und Nürnberg Paroli bieten konnte, haben gezeigt, dass das Team von Trainer Hugo Boisvert bereits harmoniert und die acht Zugänge gut integriert wurden.

„Wir haben unser Team weiter verjüngt und perspektivisch junge deutsche Spieler an uns gebunden – auch mit Blick auf einen möglichen Aufstieg in der nächsten Saison“, teilte Volker Schoch mit. Der Steelers-Geschäftsführer hat die vergangene Runde mit dem frühen Play-off-Aus abgehakt („Wir sind nicht da gelandet, wo wir hinwollten“) und wie in den vergangenen Jahren das Ziel für die Hauptrunde ausgegeben: „Wir wollen unter die ersten Vier mit Play-off-Heimrecht.“

1433 Dauerkarten wurden bislang verkauft, 119 Tickets weniger als in der Vorsaison. Schoch hatte mit einem etwas größeren Einbruch gerechnet. Steelers-Kapitän bleibt Routinier Nikolai Goc, seine Assistenten sind Rene Schoofs und Alexander Preibisch.

Einen großen Umbruch hat der EC Bad Nauheim, heutiger Auftaktgegner der Steelers, hinter sich. Gleich 16 Zugänge muss Trainer Christof Kreutzer integrieren, der mit den Hessen die direkte Play-off-Qualifikation ansteuert. „Vom Gefühl her können wir das schaffen. Es muss dazu aber alles passen“, sagte der frühre DEL-Spieler Kreutzer.

Mit dem 20 Jahre alten finnischen Verteidiger Jesper Kokkila steht der jüngste Kontingentspieler der DEL 2 im Kader von Bad Nauheim. Im Angriff setzt der ehemalige Bundesligist auf Erfahrung aus der Deutschen Eishockey-Liga. Manuel Strodel stand zuletzt bei der Düsseldorfer EG unter Vertrag, Marc El-Sayed kam von den Schwenninger Wild Wings.

Noch etwa stärker als Bad Nauheim werden die Kassel Huskies eingeschätzt, die sich zuletzt 2016 den DEL-2-Meistertitel holten und sich am Sonntag um 17 Uhr in der Bietigheim Ege Trans-Arena vorstellen. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler setzt bei den Ausländerpositionen auf fünf Kanadier.

In der Defensive hofft man darauf, dass sich der 27 Jahre alte Spencer Humphries zum Leistungsträger entwickelt. Der Zugang kommt mit Europaerfahrung zu den Huskies und spielte zuletzt in Dänemark für die Aalborg Pirates.

Im Angriff soll der 1,91 m große und 96 Kilogramm schwere Austin Carroll für Furore sorgen, der zuletzt in den nordamerikanischen Ligen AHL und ECHL aktiv war. Nach dem zuletzt enttäuschenden Abschneiden mit dem Scheitern in den Pre-Play-offs hat man in Kassel wieder höhere Ziele ausgegeben – und denkt dabei sicher auch schon an die Saison 2020/21, wenn der Aufstieg in die DEL wieder möglich ist.

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