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Newscouch-Podcast der LKZ-Chefredaktion
VfB-Boss Alexander Wehrle: „Infantino soll einfach zurücktreten“

In Möglingen aufgewachsen, in Ludwigsburg am Otto-Hahn-Gymnasium Abitur gemacht: VfB-Chef Alexander Wehrle auf der LKZ-Newscouch.
In Möglingen aufgewachsen, in Ludwigsburg am Otto-Hahn-Gymnasium Abitur gemacht: VfB-Chef Alexander Wehrle auf der LKZ-Newscouch. Foto: Holm Wolschendorf
Im LKZ-Podcast Newscouch spricht der VfB-Chef mit der Chefredaktion über den Saisonstart, die DFB-Elf, die Fifa und schwere Wochen im Frühjahr.

Ludwigsburg. Alexander Wehrle hatte ein Heimspiel. Das wurde schon deutlich, nachdem der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart den Veranstaltungssaal im Verlagsgebäude der Ludwigsburger Kreiszeitung betreten hatte. Gleich mehrere alte Bekannte erblickte der in Möglingen aufgewachsene Chef des Fußball-Bundesligisten unter den über 60 anwesenden LKZ-Abonnenten und begrüßte sie herzlich.

Doch Wehrle kam nicht um der frühen Kontakte willen, sondern um auf der roten LKZ-Newscouch mit der Chefredaktion eine neue Podcast-Episode aufzunehmen.

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Mit Ulrike Trampus und Stephan Wolf sprach der 51-Jährige über den bevorstehenden Bundesliga-Start, die Situation der Nationalmannschaft, den Machtkampf beim Weltverband Fifa sowie seine Verbindung zum Landkreis Ludwigsburg.

Der VfB bestreitet am Freitag, 28. August, das Bundesliga-Eröffnungsspiel bei Titelverteidiger und Rekordmeister FC Bayern München. Genau eine Woche zuvor geht es für die Schwaben im DFB-Pokal bei Drittligist Hansa Rostock los. „Es geht ja tatsächlich darum, die Dreifachbelastung zu managen und deswegen waren wir jetzt auch letzte Woche im Trainingslager und haben uns gut vorbereitet“, sagte Wehrle und wollte sich nicht auf einen Tipp zum Spiel gegen die Bayern einlassen.

Wehrle belegte aber mit konkreten Zahlen, wie die Stuttgarter zuletzt näher an den Branchenprimus herangerückt sind. „Natürlich ist Bayern München weit weg. Für uns geht es aber darum, mit unserer Mannschaft, mit unseren Mitteln kontinuierlich, nachhaltig was aufzubauen, um dann irgendwann auch vor einer Saison eine klarere Zielsetzung ausgeben zu können.“

Nachhaltig in die Erfolgsspur zurückfinden soll auch die Nationalmannschaft, woran Wehrle als Aufsichtsratsvorsitzender der DFB-GmbH maßgeblich mitwirkt. „Der deutsche Fußball insgesamt muss aber seinen eigenen Weg finden“, sagte Wehrle zum Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp nach dem enttäuschenden WM-Aus im Sechzehntelfinale unter Ex-Coach Julian Nagelsmann und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: „Mit Chris Führich und Maxi Mittelstädt hätte das funktioniert.“ Beide VfB-Nationalspieler wurden nicht nominiert. „Ich kann das natürlich nicht beweisen am Ende, aber behaupten kann ich es.“

Nicht nur die Nationalmannschaft, sondern auch der internationale Fußball beschäftigt Wehrle. In jüngster Vergangenheit und auch im Newscoach-Podcast ging der mächtige Fußballfunktionär ausführlich auf den wachsenden Ausverkauf des Fußballs und auf das Gebaren von Fifa-Chef Gianni Infantino ein. „Mein persönlicher Wunsch ist, aber ich weiß, das interessiert den Infantino einen Scheiß: Er soll einfach zurücktreten“, wurde Wehrle deutlich.

Schwere Wochen im Frühjahr

Gegen Ende des Gesprächs ging es dann nicht mehr um den Funktionär, sondern um den Menschen Alexander Wehrle. Der frühere Jugendspieler des TV Möglingen sprach über seinen Heimatbezug, darüber, wie wichtig ihm Freundschaften sind und über schwere Wochen im Frühjahr dieses Jahres. „Ich war wirklich echt erst mal viele, viele Wochen und Monate wirklich am Ende, als meine Mutter gestorben ist. Obwohl ich eigentlich ein gesundes Verhältnis habe zum Thema Sterben und Tod.“ Gerade da, habe er bei Freunden und Familie Halt gefunden. „Ich habe mich da wieder neu kennenlernen dürfen. Das ist so im Leben.“

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