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Pleite in der Regionalliga
Bitteres Déjà-vu für den SGV Freiberg beim SSV Ulm 1846

Dem SGV um Mittelfeldmann Christian Mauersberger hängt das Pech an den Füßen. Foto: Baumann
Dem SGV um Mittelfeldmann Christian Mauersberger hängt das Pech an den Füßen. Foto: Baumann
Nächste gute Leistung, nächste Niederlage. Für den SGV Freiberg läuft die Partie beim SSV Ulm wie schon einige Regionalligaspiele zuvor. Auch das Ergebnis ist erneut enttäuschend.

Freiberg. Am 8. Spieltag der Fußball-Regionalliga setzte es am Sonntag für den SGV Freiberg beim Spitzenreiter SSV Ulm 1846 beim 0:2 (0:0) zwar die vierte Saisonniederlage. Die Gäste zeigten jedoch eine starke Leistung.

Die Partie des SGV am Sonntag im Ulmer Donaustadion war eine Kopie der bisherigen Begegnungen des Aufsteigers: Die Freiberger spielten einmal mehr sehr ordentlich, belohnten sich jedoch wieder nicht. Tatsächlich wäre ein Remis beim unbesiegten Spitzenreiter durchaus möglich gewesen. „Aufgrund der Spielanteile müssen wir eigentlich etwas in Ulm mitnehmen“, meinte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann, „wir hatten die besseren Chancen, waren gleichwertig – und haben wieder keinen Ertrag“.

Kapitän Mario Kehl-Gomez hat Chance zur Führung

Die Freiberger begannen vor rund 2500 Zuschauern perfekt: SGV-Kapitän Mario Kehl-Gomez stand sofort alleine vor dem Spatzen-Keeper, der jedoch mit einer Fußabwehr gekonnt klärte. In der zwölften Minute hatten auch die Ulmer durch Tobias Rühle eine Großchance, doch seinen Heber konnte Freibergs Torwart Niclas Heilmann glänzend parieren. Die Gäste hielten gut dagegen, dem souveränen Tabellenführer fiel in einem an Tormöglichkeiten armen Spiel nicht viel ein.

Nach der Pause reichte es Spatzen-Trainer Thomas Wöhrle, er brachte gleich drei Neue – und wechselte tatsächlich auch den Sieg ein. In der 63. Minute rettete Heimann noch gegen Marcel Schmidts, doch dann war es passiert: Der eingewechselte Dennis De Sousa erzielte mit einer Direktabnahme den Führungstreffer. „Wir hätten in dieser Situation nach einem Pressschlag eigentlich einwerfen müssen“, ärgerte sich Gehrmann, „die Ulmer haben das 1:0 mit einem Schienbeintor erzielt, aber so ist es eben im Tabellenkeller.“

Jo Reichert rettet in letzter Sekunde

Die Freiberger gaben sich jedoch längst nicht geschlagen: Der Ulmer Jo Reichert kratzte den möglichen Ausgleich von Christian Mauersberger gerade noch von der Linie. Dann musste der Pfosten für die Spatzen retten, nachdem Marcel Sökler abgezogen hatte. Erst in der Nachspielzeit entschied der Aufstiegsanwärter gegen den Neuling die Partie: Nach einem Solo von De Sousa war der ebenfalls eingewechselte Schmidts mit dem 2:0 zur Stelle.

Ulm: Ortag – Grötzinger (90. Allgeier), Reichert, Geyer, Stoll (58. Schmidts), Yarbrough, Hannemann (58. De Sousa), Maier, Jann, Ludwig (38. Ahrend), Rühle (58. Röser).

Freiberg: Heimann – Thermann (66. Cekic), Koch, Velagic, Hofrath – Bradara (86. Tomic), Mistl (79. Barini), Reisig, Kehl-Gomez – Jürgens (66. Mauersberger), Sökler.

Tore: 1:0 (72.) Direktabnahme von De Sousa, 2:0 Schmidts (90.) Schiedsrichter: Henning Reif. – Zuschauer: 2450.