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Selbstvertrauen statt Euphorie

In der Fußball-Bezirksliga wird das Gros des 27. Spieltags schon heute Abend ausgetragen. Im Spitzenspiel erwartet Ligaprimus SV Kornwestheim den Fünften TSV Flacht. Mit Kellerkindern bekommen es die Verfolger FC Marbach (gegen Ingersheim) und Germania Bietigheim (in Münchingen) zu tun.

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Hofft auf Trendwende: Münchingens Trainer Ahmet Yenisen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel – dieses Motto gilt derzeit für den SV Kornwestheim. Sechs Punkte hat der SVK nach dem 2:1-Sieg bei Verfolger Germania Bietigheim Vorsprung, doch mit dem TSV Flacht wartet auf die Elf von Trainer Markus Fendyk heute (18.30 Uhr) schon die nächste anspruchsvolle Aufgabe. „Euphorisch sind wir nicht, aber Selbstvertrauen hat die Mannschaft getankt“, erzählt Fendyk, der heute auf Abwehrhüne Michael Sabljo verzichten muss. Angst, dass seine Mannschaft, wie von vielen gemutmaßt wird, noch einbricht, da sie angesichts der von der SVK-Führung eingeleiteten Neuausrichtung im Sommer wohl weitgehend auseinanderfallen wird, hat Fendyk nicht: „Ich sehe da keine Gefahr. Wir sind zwar in der Rückrunde längst nicht so konstant, wie ich mir das wünschen würde, aber die Jungs sind gierig“, bekräftigt er. Große Personalprobleme sind das vorherrschende Thema beim Tabellenzweiten FC Marbach, der um 19.30 Uhr den FV Ingersheim erwartet und nur auf dem Papier turmhoher Favorit ist. „Uns gehen langsam die Spieler aus“, stöhnt Trainer Chris Seeber, denn mit Dominik Gallert und Philipp Bez haben sich zuletzt zwei tragende Säulen unter den Langzeitverletzten eingereiht. Zudem fehlen heute die gesperrten Tim Vogel sowie Giuliano Fortino. Rückenwind hat der FC nach der ernüchternden Pleite bei Schlusslicht Merklingen ebenfalls nicht. Im Gegensatz zu den Ingersheimern, die vier ihren letzten sechs Spiele gewannen und wieder Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt haben.

Eine ähnliche Konstellation bietet zeitgleich die Partie zwischen dem TSV Münchingen und Germania Bietigheim. Schon gehörig unter Druck stehen die Gastgeber, denn aufs rettende Ufer sind es bereits vier Zähler. „Im Hinspiel haben wir gegen sie unseren ersten Saisonsieg gefeiert“, hofft TSV-Trainer Ahmet Yenisen auf ein gutes Omen für die Trendwende. Fraglich ist noch, ob sein spielender Co-Trainer Marc Agyemang mitwirken kann.

„Für uns lief der letzte Spieltag optimal“, sagt Erkan Olgun vom Tabellenvierten FV Löchgau II, der um 19.30 Uhr beim TV Aldingen gastiert. Nur noch einen Punkt liegt sein Team hinter Platz 2 und spielt noch gegen alle direkten Konkurrenten. „Die Spieler haben Blut geleckt und wollen angreifen. Vom Verein und mir bekommen sie aber keinen Druck, denn unser Saisonziel Klassenerhalt haben wir längst erreicht“, erzählt Olgun.

Zudem spielen am Abend: TSV Eltingen – SGM Riexingen (18.30 Uhr) und Hellas Bietigheim – TSV Benningen (19.30 Uhr). Am Ostermontag folgen dann drei weitere Begegnungen, darunter auch die letzten beiden ausstehenden Nachholspiele.