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Frauen-Handball

Bietigheim will seine Optik veredeln

Nomen est omen. In der edel-optics.de Arena in Hamburg-Wilhelmsburg spielen die Bietigheimer Handballerinnen am Sonntag, 16 Uhr, um den Supercup. Dabei will die SG BBM ihre Optik gravierend veredeln. Neben dem Meistertitel 2017 würde sich der Hinweis Supercup-Sieger 2017 in der Vereinschronik gut machen.

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Auf SG-Neuzugang Karolina Kudlacz-Gloc wartet im Supercup die erste große Bewährungsprobe. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit steht der Buxtehuder SV. Ende Mai haben die Norddeutschen schon einmal einen Bietigheimer Titeltraum platzen lassen. Ausgerechnet beim Pokal-Final4 in der Ege Trans-Arena. Die zuvor in der Bundesliga ungeschlagene SG war völlig von der Rolle, lag schnell 9:1 zurück. Am Ende gewann „Buxte“ sensationell 30:22 und holte sich danach im Finale gegen Metzingen auch den DHB-Pokal.

Zum Schreckgespenst von Susann Müller, Kim Naidzinavicius, Fie Woller und Co. wurde dabei Antje Lenz. Den Namen Lenz sucht man jetzt in BSV-Aufgebot vergeblich, die Torhüterin ist aber dabei. Nach dem Pokalsieg hat sie auch ihre Hochzeit gefeiert, heißt jetzt Peveling und will der SG erneut im Weg stehen. „Hamburg liegt uns“, sagt die 29-Jährige. „Wir sind froh, im Supercup ein Heimspiel zu haben. Unsere Mannschaft kann fast alles erreichen.“ Auch Trainer Dirk Leun, der mit Buxtehude ein zehntägiges Trainingslager in Japan absolvierte, ist vor dem Duell Meister gegen Pokalsieger optimistisch: „Wir sind nahe an der Grenze des Optimalen“.

Favorit ist aber Bietigheim. „Das ist etwas ganz Besonderes. Wir stehen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Supercup-Finale“, unterstreicht BBM-Trainer Martin Albersten. Dabei will sich das Star-Ensemble aus dem Ellental nicht nochmals von Buxtehude überraschen lassen. Revanche ist angesagt. „Das haben wir im Kopf“, bestätigt Albertsen. „Wir wollen den Supercup gewinnen. Das wäre ein cooler Anfang für die Saison. Mein Gefühl ist, dass alle wissen, um was es geht.“

Die SG bereitet sich auf das Finale professionell vor. Im dänischen Kattegat-Küstenort Ebeltoft wurde ein mehrtägiges Trainingslager bezogen. Von dort wird das Team am Sonntag direkt zum Spiel nach Hamburg reisen. Albertsen ist überzeugt: „Wir haben sehr gut trainiert, werden körperlich und mental für diese Aufgabe bestens gerüstet sein.“ Mit Ausnahme der weiterhin verletzten Maura Visser kann er auf alle Spielerinnen zurückgreifen. Auch Neuzugang Karolina Kudlacz-Gloc soll ihr erstes Pflichtspiel für Bietigheim bestreiten. Der Supercup der Frauen wurde nach längerer Pause 2015 wieder eingeführt. Die beiden seitherigen Spiele gewann jeweils der Thüringer HC: 2015 mit 24:22 gegen Buxtehude, 2016 mit 22:21 gegen Leipzig.