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Handball

Kornwestheim rettet sich einen Punkt

Der SV Kornwestheim hat in der 3. Handball-Liga Süd ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch umgebogen: Das Team von SVK-Chefcoach Alex Schurr erkämpfte sich beim 35:35 (18:20) gegen den TV Willstätt noch einen Zähler.

Im Anflug: Kornwestheims Tim Scholz.Foto: Baumann
Im Anflug: Kornwestheims Tim Scholz. Foto: Baumann

Kornwestheim. Nach dem Schlusspfiff war beim Handball-Drittligisten SV Kornwestheim die Erleichterung groß. „Das ist nach dem Spielverlauf absolut ein gewonnener Punkt für uns“, stellte Felix Kazmeier direkt nach dem Abpfiff klar. Das Talent hatte einen großen Anteil daran.

SVK-Trainer Schurr bestätigte dies, stellte aber nach etwas Abstand auch fest: „Sicher stimmt die Moral in der Truppe, natürlich haben wir auch toll aufgeholt – aber mit 35 Gegentoren können wir ganz sicher nicht zufrieden sein.“

Der Kornwestheimer Leistungsträger Hendrick Schoeneck zog sich in der Schlussphase auf der Bank das Trikot über das Gesicht. Ein Bild mit Symbolcharakter. Zuvor hatte er sich eine Verletzung zu gezogen.

Gestern teilten die Kornwestheimer mit: Der Leistungsträger und Abwehrchef einen Schienbeinbruch erlitten und wird drshalb auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Lange animierten die Darbietungen der Schurr-Schützlinge doch eher zum Wegsehen, vor allem im ersten Durchgang, vor allem hinten. „Wir haben die Willstätter einfach nicht verteidigt bekommen“, ärgerte sich der SVK-Trainer.

Das Kellerkind aus Willstätt lag sofort mit 3:1 vorne, die Gastgeber rannten von Beginn an hinterher.

Als die Mannschaft um Kapitän Christopher Tinti dann endlich in der Partie war und das Spiel gedreht hatte, offenbarte die Salamander-Truppe in der Defensive große Schwächen: Die Gäste netzten in einer einzigen Halbzeit tatsächlich zwanzig Mal ein und gingen mit einer 20:18-Führung in die Pause.

Im zweiten Abschnitt kam der SVK besser aus den Startblöcken und übernahm auch die Führung, hatte dann aber einen heftigen Bruch im Spiel: Plötzlich waren die Gäste beim 32:26 tatsächlich mit sechs Toren vorne.

Mit dem gewohnt frenetischen Kornwestheimer Publikum kämpfte sich die Heimtruppe aber dann Tor um Tor wieder heran. Schließlich behielt der junge Kazmeier auch in der Schlussminute bei seinem neunten erfolgreich verwandelten Siebenmeter nervenstark und erzielte den Ausgleich.

„Es nervt aber natürlich schon etwas, dass wir in der Verteidigung Woche für Woche die gleichen Fehler machen“, merkte Kornwestheims Coach Schurr dann jedoch auch nach der ganzen Freude über das 35:35 kritisch an.

SVK: David, Welz – P. Jungwirth (5), Reusch (3), Flügel (2), Tinti (4), Zeppeister, Steffens, Kugel, Hiller (2), Kazmeier (12/9), Schoeneck (3), Scholz (4), Hellerich.

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