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Kunstturnen

KSV Hoheneck krönt Aufstieg mit Meisterschaft

Tagessieg, Meisterschaft, Aufstieg – und das alles in der eigenen Halle. Für die Turnerinnen der KSV Hoheneck hätte der letzte Regionalliga-Wettkampf nicht besser laufen können. Der Tag war der absolute Höhepunkt der Hohenecker Turnabteilung.

Der größte Erfolg der KSV Hoheneck: Die Turnerinnen starten demnächst in der 3. Bundesliga. Foto: Georg Hrivatakis
Der größte Erfolg der KSV Hoheneck: Die Turnerinnen starten demnächst in der 3. Bundesliga. Foto: Georg Hrivatakis

Ludwigsburg. Nach der Siegerehrung lagen sich alle in den Armen: Freunde, Eltern, Geschwister, alle waren sie in die Halle geströmt und gratulierten den Turnerinnen und Trainern. „Ich will am liebsten einfach nur über diese Bodenfläche springen und jubeln“, beschrieb Trainerin Uta Ziegler ihre Gefühlswelt. Nach acht Jahren in der Regionalliga, darunter vier knapp verpassten Aufstiegen, steigt die KSV Hoheneck in die dritte Bundesliga auf – und das als Staffelmeister.

„Es ist für uns der absolut größte Erfolg, dazu hier zu Hause, vor den vielen Leuten, die extra hergekommen sind. Das sind unvergessliche Momente“, stellte Ziegler klar. Zusammen mit ihrem Trainer-Kollegen Sebastian Braden hatte sie das Team bestens eingestellt. „Die Spannung hochzuhalten war schon schwer“, gab Ziegler zu, „der Aufstieg war uns sicher. Aber mit dem Erwartungsdruck vor über 150 Zuschauern mussten erst mal alle zurechtkommen“.

Ihre Turnerinnen kamen damit bestens zurecht: Gleich am Stuffenbarren sorgten Joana Lamatsch (9,85 Punkte), die Schweizer Neuverpflichtung Stefanie Siegfried (9,5), Lara Kauderer (9,2), Mona Ziegler (8,7) und Valentina Herbst (8,65) für das beste Tagesergebnis. Am Schwebebalken nahmen die Gastgeberinnen der Konkurrenz über 1,2 Punkte ab. Mit Joana Lamatsch (11,55 Punkte) und Amy Fischer (11,2) holten gleich zwei KSV-Turnerinnen 11er-Wertungen. Nur Mona Ziegler (9,75) musste das Gerät verlassen. Sie zeigte dafür mit 11,4 Punkten die höchste Bodenwertung im Team, das KSV-Team erhielt so viele Punkte wie keine andere Mannschaft in diesem Wettkampf. So wartete nur noch das Hohenecker Paradegerät Sprung auf das Heim-Team. Lamatsch beendete den Wettkampf mit einem Tsukahara in den perfekten Stand, erhielt dafür 12,4 Punkte – die Tageshöchstwertung. Zuvor zeigten Carolin Knoch (12,1), Fischer (11,75) und Maren Kauderer (11,4) gute Tsukaharas.

KSV-Riege hält Druck stand

Keine Übung mit Sturz kam bei den Hoheneckerinnen in die Wertung, deshalb war der Tagessieg mit 5,05 Punkten Vorsprung deutlich und verdient. Da die KTG Heidelberg hinter dem TV Bodenheim auf Rang drei landeten, fing Hoheneck auch noch die Heidelbergerinnen in der Abschlusstabelle ab. Auch für die 27-jährige Carolin Knoch war dieser Wettkampf das persönliche Highlight in ihrer schon langen Turnkarriere für die KSV. Sie gehörte, wie Mona Ziegler, auch schon zum Aufstiegsteam 2011 und weiß ganz genau, was dieses Team auszeichnet: „Schon immer war unser Teamgeist besonders. Jede ist für jede da, das merkt man auch in den Wettkämpfen. Wir freuen uns füreinander oder bauen uns auf, wenn es mal nicht so läuft.“ Daran habe sich in all den Jahren nichts geändert, „außer, dass die Turnerinnen um mich herum alle jünger geworden sind, aber das ist ja auch gut so“, ergänzte Knoch lachend.

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