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Ludwigsburger Boxer Leonardo Di Stefano Ruiz gewinnt Profikampf in den USA

Der Ludwigsburger Profiboxer Leonardo Di Stefano Ruiz gewinnt im Weltergewicht bis 66,7 Kilogramm den Titel im World Boxing Council. Dem Mexikaner Alan Herrera lässt er keine Chance und schickt ihn in der vierten Runde auf die Bretter.

Mit 26 Jahren hat der Ludwigsburger Leonardo Di Stefano Ruiz eine beeindruckende Kampfbilanz. Foto: DSR Boxing
Mit 26 Jahren hat der Ludwigsburger Leonardo Di Stefano Ruiz eine beeindruckende Kampfbilanz. Foto: DSR Boxing

Ludwigsburg/Philadelphia. In den Flutlichtern der Halle des Vier-Sterne-Marriott-Hotels in Philadelphia/USA reckte Leonardo Di Stefano Ruiz selbstbewusst die Fäuste in die Höhe und ließ seine Oberarmmuskeln spielen. Der Ludwigsburger Profiboxer errang gegen den Mexikaner Alan Herrera den angesehenen Continental Titel im WBC, einer der weltgrößten Boxverbände. „El Nino“ („der Junge“) winkt nun eine fünfstellige Gage und eine Platzierung unter die Top 50 weltweit im Superweltergewicht. „Dieser Kampf in Philadelphia war für mich aufregend und erfolgreich. Nach langer Zeit war ich wieder richtig aufgeregt, weil ich wusste, dass ein starker Gegner auf mich wartete“, sagte Leonardo Di Stefano Ruiz.

Der Herausforderer aus Ludwigsburg machte gleich zu Beginn des Kampfes deutlich, dass er der Herr im Ring sein wollte. Unter den Augen von Trainer Alexander Geier brachte „El Nino“ in den ersten zwei Runden den beweglichen Herrera mit mehreren Faustschlägen in den Körper zum Stehen. In Runde drei dann die vorentscheidende Szene: Ruiz hob seinen linken Ellbogen an und verpasste mit angebeugtem Arm einen Faustschlag an den Kopf seines Gegners. Herrera ging nach diesen Kopfhaken zu Boden, stand aber nach kurzer Zeit wieder auf. „Ich hätte in diesem Moment auf ihn einschlagen können, das habe ich aber nicht gemacht. Ich wollte einfach länger im Ring stehen. Der Kampf war auch auf zehn Runden angesetzt“, verriet der 26-Jährige später.

Mit einer perfekt ausgeführten rechten geraden Schlaghand zum Kinn schickte Ruiz in Runde vier Herrera erneut auf die Bretter. Der 32-jährige Herrera wackelte nach dem Aufstehen, der Mexikaner hatte leicht das Bewusstsein verloren. „Da habe ich gemerkt, dass er so ziemlich am Ende war. Dem Ringrichter war es aber egal, er ließ den Kampf einfach weiterlaufen“, sagte „El Nino“. Zum Unglück für Herrera: Diesmal hob Di Stefano Ruiz den rechten Ellbogen an und führte im 90 Grad gebeugten Arm einen Faustschlag ins Gesicht des Mexikaners. Herrera lag danach für mehrere Sekunden auf dem Boden und musste nach diesem K. o.-Schlag von den Ringärzten behandelt werden.

„Ihm geht es wieder besser“, versicherte Ruiz, für den es der neunte Profisieg im neunten Kampf war, davon acht durch Knock-down. Wer kann Ruiz noch stoppen?

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