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Trainer-Trennung in Spanien
Pressestimmen zu Alonso-Aus bei Real Madrid: «Ein Notruf»

Xabi Alonso
Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. (Archivbild) Foto: Manu Fernandez
Die Ära von Xabi Alonso bei Real Madrid endet nach der Niederlage gegen den FC Barcelona im Finale des spanischen Supercups. Sein Aus ist ein großes Thema.

Madrid. Xabi Alonso ist nicht mehr Trainer von Real Madrid. So reagiert die spanische und internationale Presse auf sein Aus bei Spaniens Fußball-Rekordmeister. 

SPANIEN

«AS» «Damit endet eine Geschichte, die mit einem Märchen begann, aber mit einem Alptraum endete.»

«AS»: «Seit dem 1. November ist die Stimmung im Bernabéu gedrückt: nur sieben Siege in den letzten 14 Spielen. Eine Siegquote von 50 %, die dem Verein nicht würdig ist. Ein Zusammenbruch. Ein Notruf.»

«Marca»: «Schon seit Wochen hegte der Vorstand Zweifel am Projekt. Man hatte das Gefühl, er habe noch nicht die richtige Formel gefunden, keinen Draht zur Mannschaft gefunden und das körperliche Training sei nicht effektiv gewesen.»

«Marca»: «Nach einem hoffnungsvollen Projektstart gab es einen schleichenden Vertrauensverlust, der in Dschidda zur Krise eskalierte. Viele glaubten, dass allein die Tatsache, vom FC Barcelona nicht "abgeschossen" worden zu sein, dem Trainer weitere Schonfrist verschaffe – doch bei Real Madrid gibt es keine ehrenvollen Niederlagen.»

«El Mundo: «Es handelt sich um einen völlig unerwarteten Schritt, denn alles, was in den Stunden nach dem Supercup-Finale aus dem Inneren des Clubs nach außen drang, deutete darauf hin, dass auf der Trainerbank Ruhe bewahrt werden sollte.»

«ABC»: «Für Xabi Alonso ging es nach dem Streit mit Vinicius im Clásico nur bergab. (...) Nachdem Arrigo Sacchi im Dezember 2005 seinen Vertrag als Sportdirektor von Real Madrid aufgelöst hatte, fasste er das Wesen des größten Clubs der Welt in einem ebenso pointierten wie bitteren Satz zusammen: "Wenn in Kolumbien ein Flugzeug abstürzt, ist für Florentino Pérez der Trainer von Real Madrid schuld."» 

«Sport»: «Einer der Hauptauslöser (der Trennung) war das Verhältnis zwischen den Spielern und Xabi Alonso. Schon seit der Club-WM haben die Methoden und Entscheidungen des Trainers einen Teil der Mannschaft nicht überzeugt. Dass der Club sich in entscheidenden Momenten auf die Seite der Spieler stellte, führte zu einem spürbaren Machtverlust des Trainers in der Kabine.»

ITALIEN:

«Tuttosport»: «Erdbeben bei Real Madrid, Xabi Alonso entlassen!»

«Gazzetta dello Sport»: «Er wird durch seinen ehemaligen besten Freund Alvaro Arbeloa ersetzt, der bisher Castilla, die zweite Mannschaft von Real Madrid, trainierte. Eine sehr riskante Entscheidung, ganz im Stil von Florentino.»

«Corriere della Sera»: «Erschütterung bei den Blancos»

ENGLAND

«The Sun»: «Real Madrid ersetzt Xabi Alonso durch einen ehemaligen Liverpool-Teamkollegen (42), nur acht Minuten nach Bekanntgabe seines Abschieds.» 

«Daily Mail»: «Xabi Alonso von Real Madrid gefeuert: Vereinslegende nach nur sieben Monaten im Amt entlassen.»

«BBC»: «Es war die Bestätigung dafür, dass Florentino Perez nie wirklich an seinen Trainer geglaubt hatte.»

SCHWEIZ

«Blick»: «Am Sonntagabend verliert Real Madrid den Supercopa-Final gegen Barcelona 2:3. Keine 24 Stunden später ziehen die Verantwortlichen die Reissleine.» 

ÖSTERREICH

«Krone»: «Paukenschlag in der spanischen La Liga: Real Madrid hat am Montag Trainer Xabi Alonso gefeuert.»

© dpa-infocom, dpa:260113-930-535820/1