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Tag der Toten
1,6 Millionen Menschen bestaunen Totentag-Parade in Mexiko

Tag der Toten in Mexiko
Der Tag der Toten ist ein beliebtes mexikanisches Fest. Foto: Martin Zetina
Tag der Toten in Mexiko
Am 1. und 2. November ehren die Mexikaner ihre Verstorbenen. Foto: Martin Zetina
Seit Jahrhunderten erinnern die Mexikaner mit Altären und Blumen an ihre Verstorbenen. Der karnevaleske Umzug in Mexiko-Stadt ist dagegen eine junge Erfindung - von James Bond.

Mexiko-Stadt. Beim großen Umzug zum Tag der Toten in Mexiko-Stadt sind tanzende Skelette, festlich geschmückte Wagen und Musikgruppen durch die Straßen der Metropole gezogen. Rund 1,6 Millionen Zuschauer verfolgten die Parade, wie die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt mitteilte. Im Vorfeld des «Día de Muertos» gibt es auch in anderen Städten Umzüge mit Teilnehmern in Kostümen.

 

Von indigenen Vorstellungen geprägt

Am 1. und 2. November ehren die Mexikaner ihre Verstorbenen mit farbenfrohen Opfergaben in Häusern und an aufwendig geschmückten Gräbern. Das Fest wird rund um die katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen begangen und ist von indigenen Vorstellungen geprägt. Der Tradition zufolge kommen an diesen Tagen die Seelen der Familienmitglieder aus dem Jenseits zu Besuch. Im Jahr 2008 nahm die Unesco die indigene Festtradition in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

James Bond und «Coco» machten Fest im Ausland populär

Erst vor einigen Jahren kam die Straßenparade in der mexikanischen Hauptstadt als Touristenattraktion dazu. Sie wurde von einer Szene aus dem James-Bond-Film «Spectre» (2015) inspiriert, in der solch ein Umzug durch die Straßen von Mexiko-Stadt zu sehen ist - dabei hatte es so etwas bis dahin in der Realität gar nicht gegeben. Auch der Pixar-Film «Coco» (2017) trug dazu bei, den Tag der Toten einem internationalen Publikum näherzubringen.

© dpa-infocom, dpa:261031-930-924978/1